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Tuatha'an

"Ich werde das Lied finden oder ein anderer wird das Lied finden, aber das Lied wird dieses Jahr oder in einem kommenden Jahr gesungen werden. Wie es einstmals war, so soll es wieder sein, eine Welt ohne Ende."

Tuatha'an Abschied
Für das gleichnamige Kapitel in Das Auge der Welt siehe Das Fahrende Volk.

Die Tuatha'an, auch bekannt als "Das Fahrende Volk", "Das Reisende Volk" oder die "Kesselflicker", leben nach einer pazifistischen Philosophie, die sie den Weg des Blattes nennen.

GeschichteBearbeiten

Die Tuatha'an waren ursprünglich Da'shain Aiel, die dem Weg des Blattes folgten. Nachdem die Aiel wiederholt von Banditen angegriffen worden waren, trotzten Sulwin und einige andere der Aiel Adan, dem Anführer der Jenn Aiel. Sie verließen die Gegenstände der Einen Macht, die ihnen von den Aes Sedai anvertraut worden waren, und nahmen ihre Wagen, auf der Suche nach dem Lied (was auf den Prolog von "Drohende Schatten" hinweisen kann, worin der wahnsinnige Lews Therin Ishamael fragt, ob er "die Stimme" hat, so als ob er am "Singen" teilnehmen sollte [1]). Diese Gruppe wurde zu den Tuatha'an.

Die Tuatha'an gehören zu den wenigen Menschen, denen das Durchqueren der Aiel-Wüste erlaubt ist, vielleicht weil die Aiel sich nicht dazu überwinden können, mit solch merkwürdigen Leuten zu interagieren, obwohl es wahrscheinlicher ist, dass die Weisen Frauen und Clanhäuptlinge von ihrem gemeinsamen Ursprung wissen und den Aiel die Erlaubnis verweigern, sich den Tuatha'an zu nähern.

KulturBearbeiten

Traveling People

Der Weg des Blattes definiert, wie die Tuatha'an mit Außenstehenden umgehen. Tuatha'an werden niemals irgend eine Gewalt anwenden, egal ob aus Wut oder Selbstverteidigung, nicht einmal um ihr eigenes Leben zu retten oder das eines anderen. Wenn sie fühlen, dass Gewalt oder eine physische Konfrontation erfolgen könnten, verstecken sie sich einfach oder verlassen das Gebiet. Sie bleiben auch nicht in der Nähe von Gegenden, wo die Bevölkerung konzentriert ist, da eine höhere Neigung zur Gewalt in größeren Siedlungen besteht. Ihr Glaube und ihre Handlungen bringen ihnen häufig Zurückweisung vom gewöhnlichen Volk ein.

Kesselflicker sind Vegetarier, da auch das Töten von Tieren dem Weg des Blattes widersprechen würde.

Die Tuatha'an haben einen schlechten Ruf im Land. Sie werden als gewohnheitsmäßige Diebe angesehen und, obwohl sie nicht aktiv Mitglieder rekrutieren, wird ihnen oft unterstellt, dass sie versuchen würden, Kinder zum Weg des Blattes zu bekehren. Das kommt vermutlich daher, das der Weg des Blattes gerade junge Menschen anzieht, weil er eine Alternative zu ihrem sonstigen Leben darstellt. Auch die Fröhlichkeit und Sorglosigkeit des Volkes wirken vermutlich sehr anziehend. Somit ergibt sich ihr Ruf daraus, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit ihnen fortlaufen.

Kesselflicker-Aes Sedai sind auch sehr selten, da nur wenige Kesselflicker-Kinder es wünschen, die Macht zu lenken, da sie dann Aes Sedai werden und den Weg des Blattes verlassen müssen.

LebensraumBearbeiten

Die Tuatha'an haben keinen festen Wohnsitz, sie ziehen in Wagenzügen umher. Ihre Wagen, die wie kleine Häuser auf Rädern aussehen, sind in schreienden Farben bemalt und lackiert.

ZeremonienBearbeiten

Das Fahrende Volk legt Wert auf Formalitäten, was sich bei ihren Begrüßungs- und Verabschiedungszeremonien deutlich zeigt. Der Anführer des jeweiligen Wagenzuges ist der Mahdi, der diese Zeremonien durchführt.

Begrüßung

"Seid willkommen an unseren Feuern. Kennt ihr das Lied?"

"Euer Willkommensgruß erwärmt meinen Geist, Mahdi, so wie Eure Feuer das Fleisch erwärmen, aber ich kenne das Lied nicht."

"Dann suchen wir weiter. Wie es war, so soll es sein, wenn wir uns nur erinnern, suchen und finden."

Verabschiedung

"Ihr kamt in Frieden. Geht nun in Frieden. Immer werden unsere Feuer Euch in Frieden willkommen heißen. Das Gesetz des Blattes ist der Friede."

"Friede sei für immer mit euch und mit dem ganzen Volk. Ich werde das Lied finden, oder ein anderer wird das Lied finden, aber das Lied wird gesungen werden, dieses Jahr oder ein zukünftiges. Wie es einst war, so soll es wieder sein, eine Welt ohne Ende."

"Eine Welt ohne Ende. Welt und Zeit enden nicht."

Das LiedBearbeiten

Die Kesselflicker suchen nach einem Lied, das bei der Zerstörung der Welt verloren ging. Wenn sie es wiederfinden, wird das Paradies des Zeitalters der Legenden zurückkehren.

Die Suche nach ihrem verlorenen Lied war das Hauptziel der Tuatha'an zur Zeit der Ereignisse der Serie. Es wurde die Theorie aufgestellt, dass das Lied vielleicht Lews Therin Telamon und damit auch Rand al'Thor bekannt sein könnte, und es wurde ebenfalls unterstellt, dass die Aiel das Lied durch die Nutzung des Säulen-Ter'angreal in Rhuidean gelernt haben könnten. Während das möglicherweise wahr sein könnte, antwortete Co-Autor Brandon Sanderson auf seiner persönlichen Facebook Seite auf die Frage, ob die Tuatha'an jemals ihr verlorenes Lied wiederfinden würden. Er antwortete "Robert Jordan sagte ausdrücklich, dass das nicht passieren würde, nicht einmal in einer der Novellen." (4. Februar 2013)

ParallelenBearbeiten

Der Name Tuatha'an kommt von den Tuatha De Danann in den irischen Legenden, die eine Rasse von Menschen waren, die in Irland siedelten. Das reflektiert ihren Wanderschaftsstatus in Das Rad der Zeit.

Ihre Kultur und ihr Ruf erinnern auch stark an die jenigen, die in Irland auch als die Kesselflicker bezeichnet werden. Das ist, wie in den Büchern, ein Slang-Ausdruck für Irische Reisende. Der Name Tuatha'an wird aus der Alten Sprache als Das Reisende Volk übersetzt.

Ihr Glaube an den Pazifismus ist auf einer einfachen Ebene dem Glauben ähnlich, der im Jainismus oder Hinduismus gezeigt wird.

Die Ursprünge der Tuatha'an und auch der Aiel innerhalb der Bücher sind der Geschichte von Kain ähnlich, der dazu verdammt wurde, sein ganzes Leben lang über die Erde zu wandern, bis zur Wiederkunft des Herrn. In Das Rad der Zeit ist die Wiederkunft des Herrn vergleichbar mit der Wiedergeburt des Drachen und dem Kommen von Tarmon Gai'don.

ReferenzenBearbeiten

  1. Drohende Schatten, Prolog: Der Drachenberg im englischen heißt es "the Voice", im Deutschen übersetzt mit "habt ihr eine gute Stimme"

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