FANDOM


Die Trolloc-Kriege waren eine Serie langanhaltender Konflikte, die zwischen 1000 NZ und 1351 NZ zwischen der Menschheit und dem Schattengezücht ausgefochten wurden. Die Armeen des Schattens bestanden größtenteils aus Trollocs, woher auch der Name der Kriege stammt, obwohl Myrddraal, Draghkar und die meisten anderen Arten von Schattengezücht ebenfalls eine große Rolle gespielt haben dürften. Während des Krieges kämpften außerdem menschliche Diener des Schattens - Schattenfreunde und Schattenlords - gegen die Truppen des Lichts.

Die Trolloc-Kriege markieren das Ende der Periode, die in der Geschichte als "Nach der Zerstörung" bekannt ist und den Anfang der Freien Jahre. Die Kriege markieren ebenfalls das Ende einer Periode intensiver Zusammenarbeit zwischen den menschlichen Nationen und den Anfang einer aufsässigeren und uneinigeren Periode, da die Zehn Nationen in den Kriegen entweder vollkommen zerstört oder so geschwächt wurden, dass sie kurz danach zusammenbrachen.

Der Anfang des Krieges Bearbeiten

Die Kriege begannen mit einer Reihe immer stärkerer Überfälle des Schattengezüchts auf die damaligen Grenzlande Jaramide und Aramaelle. Doch die Stärke der Angriffe wurde erst klar, als die Stadt Barsine in Jaramide zerstört wurde. Zu diesem Zeitpunkt sammelten sich die Aes Sedai und die Zehn Nationen, um der Bedrohung gegenüber zu treten, doch sie waren nicht in der Lage, sie zu kontrollieren. Die Trolloc-Armeen drangen tief in die Westlande vor, zerstörten die große, von Ogiern erbaute Stadt Mafal Dadaranell in Aramaelle und viele andere Festungen und Siedlungen.

Aramaelle wurde schließlich überrannt und vollständig zerstört, während es Jaramide gelang, zu überleben. Mit dem Untergang von Aramaelle war das Schattengezücht in der Lage, in die südlicheren Königreiche wie Aridhol und Coremanda einzudringen und um diese Zeit herum versuchten sie den ersten von vier großen Überfällen auf Tar Valon.

Während der mittleren Jahre des Krieges gab es die verheerendsten Kämpfe, als die Menschheit beinahe an jeder Front zurückgedrängt wurde und der Schatten vorstieß. Während dieser Periode begannen die menschlichen Armeen neue Taktiken zu entwickeln, die das einschließen und zerstören der Trolloc-Truppen vorzog, die sie von den Hauptarmeen abgespalten hatten, da große Schlachten gegen zahlenmäßig überlegene Trolloc-Armeen normalerweise zu Niederlagen führten, solange nicht große Mengen an Aes Sedai anwesend waren.

Der Fall von Aridhol Bearbeiten

Während diese Taktiken entwickelt wurden, begann der Schatten einen erneuten Angriff auf Aridhol. Der König von Aridhol, Balwen Mayel, ließ sich von seinem Berater Mordeth einreden, dass die einzige Möglichkeit, um den Schatten zu besiegen, die wäre, kälter und ruchloser zu werden als der Schatten selbst.

Mayel opferte viele Leben, um die Schattenarmeen von seiner Hauptstadt und seinem Königreich fern zu halten. Während er damit erfolgreich war, war der Preis dafür entsetzlich. Prinz Caar al Thorin aus dem benachbarten Königreich Manetheren im Süden versuchte, Aridhol für das Licht "zurückzugewinnen", doch statt dessen wurde er eingesperrt, gefoltert und verstümmelt. Er verlor eine Hand, bevor es ihm gelang, zu entkommen. Die Truppen von Manetheren, wütend über diesen Verrat einer alliierten Nation, marschierte zur Hauptstadt, um herauszufinden, dass Aridhol von dem Bösen verschlungen worden war, das es selbst entfesselt hatte, von einer unbekannten Macht in eine grauenvolle Ruine verwandelt. Sie benannten die Stadt in Shadar Logoth um und verließen sie. Nachdem eine Armee des Schattens in der Stadt lagerte und niemals wieder herauskam, begann das Schattengezücht, die Stadt selbst zu fürchten.

Der Fall von Manetheren Bearbeiten

Der Fall von Aridhol war ein massiver Schlag gegen die Westlande, der es dem Schatten erlaubte, Armeen nach Coremanda und Manetheren zu schicken. Dies war der heißeste Teil des Krieges, in dem die Kämpfe durch diese zwei Königreiche zogen. Die Armeen von Manetheren wurden in dieser Zeit berühmt, da König Thorin und sein Enkel und Nachfolger Aemon mit den neuen Taktiken große Siege über den Schatten erlangten. Eine Truppe von Elitekriegern wuchs um Aemon, die Bande der Roten Hand, und allein ihr Erscheinen auf dem Schlachtfeld konnte die Truppen des Schattens einschüchtern. Doch der Schatten erhielt neues Selbstbewusstsein, als ein neuer Anführer namens Ba'alzamon erschien. Den Gerüchten nach der Dunkle König selbst ziehen moderne Historiker es vor, ihn für den Verlorenen Ishamael zu halten, während einer seiner freien Perioden.

Ba'alzamon führte die Truppen des Schattens an, um Manetheren direkt anzugreifen und versuchte, ins Herzland von Manetheren vorzustoßen, indem er den Fluss Tarendrelle überquerte, während die Streitkräfte der Nation anderswo beschäftigt waren. Der Legende zufolge marschierte König Aemon al Caar al Thorin mit seiner Armee Tag und Nacht und schlug die Armee des Schattens an einer strategisch wichtigen Brücke. Damit begann die Schlacht am Fluss Tarendrelle, wo die Truppen von Manetheren das Land zehn Tage lang hielten, während sie auf versprochene Verstärkung warteten, die niemals ankommen würde. Schließlich waren König Aemons Truppen gebrochen und er war gezwungen, den Rückzug ins Herzland von Manetheren anzutreten, was zu einem letzten Gefecht bei der Schlacht von Aemons Feld führte, wo die verbliebenen Verteidiger getötet wurden. Eldrene, die Aes Sedai-Königin und Ehefrau von Aemon, fühlte die Trennung ihres Bundes in dem Moment, als er starb. Verrückt vor Trauer zog sie tief aus der Wahren Quelle und entfesselte eine riesige Welle der Einen Macht, die die Armee des Schattens und die Hauptstadt Manetheren auslöschte.

Später erfuhr man, dass der damalige Amyrlin-Sitz Tetsuan die Verstärkung verzögerte und fehlleitete, so dass sie nicht rechtzeitig erscheinen würden, um Manetheren zu retten. Ihre Handlungen basierten aus einem alten Jugendneid gegenüber Eldrene, einer mächtigeren Machtlenkerin. Für dieses Verbrechen wurde Tetsuan die erste Amyrlin, die von der Halle der Burg abgesetzt, von Stola und Stab enthoben und gedämpft wurde.

Das Ende des Krieges Bearbeiten

Nach dem Fall von Manetheren fluteten die Trolloc-Armeen südlich nach Eharon und überrannten die Hauptstadt Londaren Cor, bevor sie die südliche Küste erreichten und die Stadt Barashta zerstörten. Doch dies war das südlichste Vordringen der Schattengezücht-Armeen. Die extreme Entfernung von der Fäule, kombiniert mit den wachsenden Fertigkeiten der menschlichen Armeen, zwang die Trollocs, sich von dieser Attacke zurückzuziehen. Doch da Coremanda und Almoren nun ebenfalls zusammenbrachen, schien der Sieg des Schattens sicher zu sein.

Das Ende scheint aus zwei Quellen zu kommen. Zuallererst verschwand Ba'alzamon, vierzig Jahre nach seinem ersten Auftauchen, was die Schattengezüchtarmeen in einige Verwirrung stürzte. Zum zweiten wurde Rashima Kerenmosa 1251 NZ zur Amyrlin erhoben. Als herausragende Politikerin war sie ebenfalls eine Generälin und Kommandeurin, die das Schlachtfeld vom Sattel aus leitete. Sie leitete einige Wendungen des Glücks des Schattens und besiegte und zerstörte 1290 NZ die Trolloc-Armeen bei ihrem vierten und letzten Angriff auf Tar Valon. Nach diesem Sieg führte sie eine wilde, zehnjährige Kampagne der Armeen des Lichts an, die zu bedeutenden Siegen am Kaisin-Pass, der Sorelle-Stufe, in Larapelle und Tel Norwin führten. Diese Kampagne scheint die Armeen des Schattens und des Lichts zu einer großen Konfrontation geführt zu haben, der Schlacht von Maighande (1301 NZ), der entscheidendsten Schlacht seit dem Krieg des Schattens. In einem kolossalen Gefecht, das mehrere Tage andauerte, wurden die Schattenarmeen zerstört und verstreut, obwohl Rashima Kerenmosa während der Schlacht getötet wurde, von einer ganzen Abteilung von Schattenlords (neun von ihnen nahm sie mit sich in den Tod). Die Überbleibsel der Armeen des Schattens plagten den Kontinent weitere fünfzig Jahre lang, bevor die letzten randalierenden Banden ausgelöscht wurden, was die Trolloc-Kriege schließlich beendete.

Nachwehen Bearbeiten

Almoren, Aramaelle, Aridhol, Coremanda und Manetheren wurden während der Trolloc-Kriege zerstört und die verbleibenden fünf Königreiche überlebten nicht lange. Eine Zeit lang zerfielen die Westlande in Fraktionen, bis neunundzwanzig neue, viel kleinere Königreiche sich erhoben. Dorthin, wo einst Manetheren gewesen war, kehrten die Menschen zurück und gründeten ein Dorf namens Aemons Feld am Ort der Schlacht, obwohl sein Name in den nächsten zwei Jahrtausenden zu Emondsfeld wurde.

Die Schattenarmeen waren so vollständig zerstört in dem Konflikt, dass es eintausend Jahre dauerte, bis sie sich wieder nach Süden wagten, bei der Schlacht von Talidar.

Andere von den Kriegen beeinflusste Länder Bearbeiten

Die Aiel-Wüste erlitt eine Invasion des Schattengezüchts während der Trolloc-Kriege. Die Dauer dieses Konflikts ist nicht bekannt, außer dass die Aiel-Clans sich vereinigten, um die einfallenden Trollocs zurück zu schlagen. Seit dem nennen die Trollocs die Aiel-Wüste die Sterbegründe.

Shara, das Land hinter der Aiel-Wüste, erlitt ebenfalls eine Invasion, doch erneut ist die Dauer des Konflikts nicht bekannt und es ist aufgrund der widersprüchlichen Berichte der Sharaner selbst kompliziert, die eine solche Invasion bestreiten. Fallst die Invasion stattgefunden hat, schlugen die Sharaner die Angreifer definitiv zurück.

Seanchan wurde nicht von einer solchen Invasion beeinflusst, da die Myriaden von kleinen Königreichen, die auf diesem Kontinent existierten, zu dieser Zeit beinahe alle Trollocs und Myrddraal in der kleineren Fäule zerstört hatten, indem sie in den Jahrhunderten nach der Zerstörung der Welt Kreaturen wie die Torm und Grolm benutzten.

Furcht vor einem Wiederauftreten Bearbeiten

Die Grenzlande verstärkten ihre Wachen entlang der Grenze der Fäule nach den Trolloc-Kriegen und die Furcht vor der Wiederholung einer solchen Invasion plagte die Westlande für die vergangenen zwei Jahrtausende. Doch keine Invasion vergleichbarer Größe und Ausmaß fand seit Talidar statt, obwohl ein solcher Angriff ein unvermeidlicher Vorbote der Letzten Schlacht sein könnte.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki