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Vorwort

Die Welt seit der Zerstörung

Im Land

"Tel'aran'rhiod" ist das dreiundzwanzigste Kapitel von Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit.

© Robert Jordan, Übersetzung von Nessaia Quelle: http://wot.books.free.fr/world/

InhaltBearbeiten

Telaran-icon

Obwohl er auf keiner Karte gefunden werden kann, ist Tel'aran'rhiod ein Ort, den viele besuchen, aber wo niemand lebt. Es ist sowohl in dieser Welt und gleichzeitig von ihr getrennt; es ist die Welt der Träume, auch bekannt als die Unsichtbare Welt. Das Muster, das von den Menschenleben gewoben ist, ist nur eine Realität, und ein Teil eines größeren Musters, in dem jede mögliche Realität verwoben wurde. Aber zwischen dem Gewebe dieses größeren Musters gibt es Lücken, und dort ist es, wie die Urahnen glaubten, wo Tel'aran'rhiod existiert.

Die Welt der TräumeBearbeiten

Beinahe jeder berührt diese Welt einmal durch Zufall; man muss nur träumen, um die Chance zu haben, sie für einen Moment zu betreten. Normalerweise ist dieser Besuch, wenn er denn passiert, so flüchtig, dass derjenige, der einen kurzen Blick darauf wirft, es nicht einmal weiß, dass er einen Ort abseits von seinen normalen Träumen betreten hat. Anders als die eigenen Träume ist Tel'aran'rhiod ein wirklicher Ort mit wirklichen Gefahren. Eine Wunde, die man während des Träumens dort erhält, wird nach dem Erwachen immer noch da sein, auch wenn der Körper niemals wirklich die Welt der Träume betreten hat. Jene, die "sterben", wachen in normalen Träumen grundsätzlich auf, aber jene, die in Tel'aran'rhiod sterben, wachen nie mehr auf. Diese Tatsache ist zweifellos die Quelle des Glaubens, dass jene, die in ihren Träumen sterben, nicht mehr aufwachen werden.

Diese wechselseitige Aktion beeinflusst nur lebende Dinge, und die wache Welt ist auf keine Weise durch Handlungen beeinflusst, die in der Welt der Träume vorgenommen werden, solange sie kein anderes Lebewesen betreffen.

Eine sehr seltsame Eigenschaft der Welt der Träume betrifft das Vergehen der Zeit. Bleibt man zum Beispiel eine Stunde dort, können in der wirklichen Welt zwei vergehen oder auch nur eine halbe. Wie viel es genau war, erfährt man erst, wenn man wieder zurück ist. Auch das Licht zeigt merkwürdige Eigenschaften und scheint aus allen Richtungen zugleich zu kommen, selbst wenn keinerlei Lichtquelle erkennbar ist.

Tel'aran'rhiod betretenBearbeiten

Die persönlichen Träume eines Einzelnen können von anderen berührt werden. Aiel Traumgängerinnen hatten schon lange die Fähigkeit, die Träume anderer zu betreten und das zu nutzen, um Nachrichten zu hinterlassen, so wie der uralte Ruf, der die Clanhäuptlinge nach Rhuidean ruft. Während solcher Träume ist der Besucher im Nachteil und kann von dem Träumer gefangen werden. Während es schon möglich ist, andere in den eigenen Traum zu ziehen, machen Traumgängerinnen das niemals, weil sie glauben, dass es zu gefährlich ist und eine böse Tat.

Während die meisten diese Welt zufällig zu sehen bekommen, hatten nur wenige jemals die Fähigkeit, sie bewusst zu betreten. Solche Menschen sind als Traumgänger bekannt. Einige Traumgängerinnen der Aiel können die Wahre Quelle nicht berühren, also ist dieses Talent auch nicht mit der Fähigkeit verknüpft, die Eine Macht zu lenken.

Obwohl Traumgänger Tel'aran'rhiod ohne Hilfe durch ihre normalen Träume betreten können, gibt es bestimmte Ter'angreale, die dem untalentierten Nutzer erlauben, sogar einem nicht-Machtlenker, auch einzutreten. Es gibt Gerüchte darüber, dass die Erschaffung solcher Ter'angreale vielleicht wiederbelebt wurde. Man muss nur einschlafen, während der Ter'angreal die Haut berührt, um Eintritt zu Tel'aran'rhiod zu erhalten.

Man kann die Unsichtbare Welt auch physisch betreten, wenn man ein Machtlenker ist mit der Fähigkeit, zu Reisen, da das Reisen das Gewebe zu Tel'aran'rhiod auf so ziemlich die gleiche Weise öffnet, wie es eine Öffnung zu einem bestimmten Ort in der Wachen Welt erschafft. Die Aiel Traumgängerinnen warnen eindringlich davor, die Welt der Träume physisch zu betreten. Sie glauben, dass diejenigen, die das tun, einen Teil von dem verlieren werden, der sie menschlich macht. Ob das so ist oder nicht, jene, die dort körperlich hinreisen, sehen sich einer anderen Herausforderung gegenüber, als jene, die sie in ihren Träumen betreten. Traumgänger brauchen sich nicht um Essen und Ruhe zu kümmern, da sie in Träumen nicht hungern und ihre Körper schon schlafen. Ein physischer Besucher in Tel'aran'rhiod wird sich selbst mit diesen Bedürfnissen konfrontiert finden.

Eine andere RealitätBearbeiten

Tel'aran'rhiod ist eine nicht dauerhafte Reflektion der Wachen Welt. Alle Berge, Kontinente, Ozeane, Ebenen und Wälder existieren dort, genauso wie Gebäude und Straßen, die größtenteils mit denen in der Wachen Welt übereinstimmen. Diese Dinge sind alles solide, relativ dauerhafte Objekte, und erscheinen deshalb solide und dauerhaft in Tel'aran'rhiod. Alle beweglichen Dinge, so wie Schüsseln auf einem Tisch, Dokumente und Essen, sind sehr vergänglich, tauchen auf und verschwinden oder verändern sich ständig. Vermutlich existieren sie in der Wachen Welt nicht lange genug an einem Ort, um mehr als einen vorübergehenden Eindruck auf die Welt der Träume zu hinterlassen. Alle Nahrungsmittel, die ein physischer Besucher zu essen versucht, verschwindet, bevor es den Magen erreicht, und ist als Resultat daraus nicht geeignet, um zu ernähren. Papiere auf einem Schreibtisch verändern ihren Text und ihre Position direkt vor den Augen eines Beobachters, oder Schmuck erscheint und verschwindet wieder aus einem Schmuckkästchen. Nur Dinge, die lange genug unbewegt an einem Ort waren, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, so wie Früchte oder Gemüse, die noch an der Pflanze sind, bleiben lange genug bestehen, dass der Besucher sie nutzen kann. Was immer der Besucher benutzt, wird sein Gegenstück in der Wachen Welt nicht beeinflussen.

Perrin2
Menschen sind nicht die einzigen lebenden Kreaturen, die in diese Welt reisen. Wilde Tiere reisen auch dort hin, aber domestizierte Tiere deutlich abwesend. Einige sind der Meinung, dass domestizierte Tiere so stark verändert wurden durch ihre Beziehung zum Menschen, dass sie ihre Verbindung zur Natur für immer verloren haben und damit auch die Verbindung zur Welt der Träume.

Die Welt der Träume, anders als die Wache Welt, kann verändert und beeinflusst werden durch die Gedanken derjenigen in ihr. Von diesem Standpunkt aus ähnelt sie einem tatsächlichen Traums eher - was man im Wesentlichen denkt, kann in dieser Welt real werden. Es ist möglich, beinahe alles vorstellbare zu erschaffen. Unglücklicherweise verschwindet diese Kreation, wenn die Konzentration ihres Schöpfers wankt. Naturgesetze arbeiten dort anders. Man kann von einem zum anderen Ort fliegen - oder sich einfach einen anderen Ort vorstellen und dort erscheinen. Man kann jedes Aussehen und jede Kleidung annehmen, die man möchte.

Tel'aran'rhiods flexibler Charakter macht es sehr verlockend, da man dort überall hin gehen und beinahe alles tun kann. Aber es ist auch sehr gefährlich. Als ein Resultat daraus verbieten die Traumgängerinnen der Aiel jedem, der nicht erfahren ist, seine Pfade allein zu bewandern. Die Aes Sedai haben keine solche Regel, vermutlich weil Träumerinnen in den letzten tausend Jahren unter den Aes Sedai selten geworden sind.

Wolfstraum

Im letzten Jahrhundert sind neue Fähigkeiten, die nichts mit der Einen Macht zu tun haben, aufgetaucht; möglicherweise haben alte Talente, die während der Drehung des Rades verloren gegangen sind, begonnen wieder zu erscheinen. Unter diesen neuen Fähigkeiten sind jene der Wolfsbrüder, die oft durch ihre goldenen, wolfsgleichen Augen zu erkennen sind. Wolfsbrüder können direkt mit Wölfen kommunizieren, von Verstand zu Verstand, über lange Distanzen, und sie haben geschärfte Sinne, eher wie raubtierhafte Tiere als wie Menschen. Sie haben auch die Fähigkeit, Tel'aran'rhiod zu betreten, obwohl sie es den Wolfstraum nennen. Die wenigen bekannten Wolfsbrüder beinhalten Elyas Machera, einst ein Behüter, und Lord Perrin Aybara, bekannt als "Goldauge".

Der Eingang in den Wolfstraum ist für Wolfsbrüder anders als für Traumgänger. Perrin erzählt von einem flüchtigen Eindruck von Fenstern, die sich zu anderen Ereignissen an anderen Orten öffnen. Er glaubt, dass diese "Fenster-Visionen" verwandt sind mit der bei Traumgängern gelegentlich auftretenden Fähigkeit, Hinweise auf zukünftige Ereignisse zu sehen, aber es sind zu wenig Daten erhältlich für einen detaillierten Vergleich.

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