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"Eine Katze für einen Hut, oder ein Hut für eine Katze, aber nichts für nichts."
- Ein Sprichwort aus Taren-Fähre [1]

Taren-Fähre ist eine Kleinstadt an der nördlichen Grenze der Zwei Flüsse.

Geographie Bearbeiten

Die Gemeinde liegt am südlichen Ufer des Tarendrelle, einige Meilen östlich des Wasserfalls, der als Eldrenes Schleier bekannt ist. Die Nordstraße beginnt an der Fähranlegestelle des Dorfes und verläuft südlich durch Wachhügel und Emondsfeld. Eine zweite Fähranlegestelle befindet sich am Nordufer des Flusses, von wo aus Reisende nach Baerlon ziehen können. Aufgrund der Isolation der Zwei Flüsse ist Taren-Fähre der einzige Zugang zu dem Gebiet für die Außenwelt, und alle Reisenden zu den südlichen Dörfern sind gezwungen, die Stadt zu durchqueren. Der daraus resultierende Handelsstrom hat es Taren-Fähre ermöglicht, zu florieren, und die Gemeinde besitzt mehr als eine Schenke und gepflasterte Straßen, was von den südlicheren Bewohnern der Zwei Flüsse als Luxus angesehen wird. Die Gebäude der Stadt wurden auf erhöhten Sandsteinfundamenten gebaut, um sie gegen Flut zu schützen. Wie andere Dörfer in den Zwei Flüssen wird Taren-Fähre in der Dunkelheit oft in Nebel gehüllt, was nächtliche Flussüberquerungen sehr gefährlich macht. Aufgrund der friedlichen Natur der Zwei Flüsse, zusammen mit dem Taren als natürliche Barriere gegen die Außenwelt wurde keine Mauer um die Stadt errichtet.

Geschichte Bearbeiten

Die Umstände deuten an, dass Taren-Fähre noch nicht existierte, als Manetheren die Region regierte. Das Dorf führt seinen Ursprung zurück auf die Jahre nach den Trolloc-Kriegen, als eine Fähre gebaut wurde, um den Bauern Zugang zu gewähren, die zurück kamen, um Tabak anzubauen. Später entstand ein Dorf um die Fähre, das sich schließlich zu einer Kleinstadt entwickelte. 998 NÄ war Taren-Fähre schon fünfmal größer als Emondsfeld und etwa halb so groß wie Baerlon.

Regierung Bearbeiten

Wie andere Gemeinden in den Zwei Flüssen besitzt Taren-Fähre eine Form der geschlechtsbasierten, zweigeteilten Regierung. Offiziell regiert der Gemeinderat (in Taren-Fähre Stadtrat), der ausschließlich aus Männern besteht, die von den Einwohnern durch einen Mehrheitsentscheid gewählt werden. Die Wahlen sind oft sehr umstritten in Taren-Fähre, und führen manchmal zu Streitigkeiten unter der Stadtbevölkerung. Dem Gemeinderat steht der Bürgermeister vor, der auf die gleiche Weise gewählt wird.

Zusätzlich dazu gibt es eine zweite regierende Körperschaft, genannt der Frauenzirkel, die die Angelegenheiten in Taren-Fähre ebenfalls kontrollieren. Mitglieder des Frauenzirkels sind immer ältere Frauen der Stadt, die von den Mitgliedern gewählt werden. Dem Zirkel steht eine Seherin vor, die auf Lebenszeit dient.

Wie in den südlichen Dörfern Wachhügel, Emondsfeld und Devenritt sind die Regierungsarbeiten ein immerwährender Kampf zwischen dem Gemeinderat und dem Frauenzirkel. Grundsätzlich allerdings kümmert sich der Gemeinderat um Wirtschaftsangelegenheiten und der Frauenzirkel beschäftigt sich mit den sozialen Angelegenheiten. Erst kürzlich hat die Politik von Taren-Fähre äußeren Einfluss erhalten durch Lady Faile Bashere Aybara, die die Sympatien einzelner Mitglieder ihrem Mann zugesichert hat, um die politische Kontrolle über die Gemeinde zu erhalten. Dadurch haben die Einwohner von Taren-Fähre begonnen, Lord und Lady Aybara als ihre souveränen Adligen anzusehen.

Kultur Bearbeiten

"Wenn du einem Mann aus Taren-Fähre die Hand schüttelst, solltest du hinterher deine Finger zählen."
-Ein Sprichwort aus den südlichen Dörfern der Zwei Flüsse.

Die Einwohner von Taren-Fähre vermischen die Kultur der Zwei Flüsse mit der der äußeren Welt. Nachnamen in Taren-Fähre folgen oft nicht den traditionellen Konventionen des Präfix "al", einer Hinterlassenschaft aus Manetheren. Sie basieren viel mehr auf anderen Einflüssen, zum Beispiel "Hochturm", "Hügelspitze" oder "Steinboot". Die Einwohner von Taren-Fähre feiern Bel Tine nicht, so dass die Stadt still ist in den Nächten, wo die Feierlichkeiten in den anderen Dörfern stattfinden.

Männer aus der Stadt sind bekannt als Feilscher, Betrüger und Schnellsprecher, was dazu führt, dass die anderen Einwohner der Zwei Flüsse ihnen misstrauen und sie mit abwertenden Namen wie "Schafdiebe" bezeichnen. Die Menschen von Taren-Fähre besuchen Wachhügel, Emondsfeld oder Devenritt nur selten und tendieren dazu, auf diese Gemeinden herabzusehen, indem sie sie als die "niederen Dörfer" bezeichnen.

Die Kultur der Stadt hat sich um den konstanten Handelsfluss aufgebaut und den Einfluss der durchziehenden Händler. Aufgrund dessen sind die Blutlinien der Bewohner mit denen von Fremden gemischt. Verin Mathwin bemerkt diese Tatsache in ihren Gedanken, als sie die generelle Unfähigkeit der Mädchen aus Taren-Fähre, die Macht zu lenken, vergleicht mit der großen Anzahl potentieller Novizinnen, die sie und Alanna Mosvani in den drei südlicheren Dörfern gefunden haben.

Wirtschaft und Handel Bearbeiten

Taren-Fähre besitzt einen einzigartigen Wirtschaftsvorteil als einziger Zu- und Ausgang der Zwei Flüsse. Alle Händlerkaravanen, die südlich nach Wachhügel, Emondsfeld und Devenritt reisen wollen, müssen erst einen Zoll bezahlen, um die Fähre zu nutzen, und erneut, um nördlich nach Baerlon zu reisen. Zusätzlich dazu überwacht der Bürgermeister als Funktion seines Amtes den Güterfluss und setzt Preise durch. Diese Fähigkeit, Steuern zu erheben und zu sammeln, zeigt größere Macht, als sie von den Bürgermeistern der anderen Dörfer gehalten wird, die den Handel mehr überwachen, um seine Fairness zu gewährleisten. Somit profitiert die Stadt mehr von dem Fluss landwirtschaftlicher Erzeugnisse, als die Bauern, die diese Produkte tatsächlich anbauen. Außerdem hat Taren-Fähre ein lebhaftes Geschäft mit mehren Schenken und es gibt viele Handwerker, Pferdehändler und Zwischenhändler in der Stadt.

Jüngste Ereignisse Bearbeiten

Solange sich die Einwohner erinnern können, hat Taren-Fähre als ruhige Gemeinde existiert, doch die jüngsten Ereignisse haben zu Veränderungen geführt.

Zerstörung der Fähre Bearbeiten

In der Nacht von Bel Tine im Jahr 998 NÄ, während die südlichen Dörfer feierten, schlief Taren-Fähre. Im Dunkel der Nacht verlangte eine mysteriöse Gruppe von Fremden, bestehend aus einer Frau mit einem männlichen Begleiter, einer Gruppe junger Leute und einem Gaukler, Zugang zur Fähre. Nachdem sie die Gier des Fährmannes Meister Hochturm ausgenutzt hatten, wurde dessen Mannschaft aus den Betten gerissen und die Reisenden wurden ans nördliche Ufer übergesetzt. Nachdem alle die Fähre verlassen hatten, zerstörte ein mysteriöser Strudel die Fähre. Mehrere Monate lang war der Verkehr durch Taren-Fähre unterbrochen, während Händler und Reisende auf die Konstruktion einer neuen Fähre warteten.

Militärische Besetzung und Schattengezücht-Invasion Bearbeiten

Im Nächsten Jahr erlitt die Gemeinde eine Reihe von Unruhen, die mit einem Regiment Kinder des Lichts begannen, angeführt von Dain Bornhald, der am Nordufer des Taren erschien und sofortigen Zutritt zur Stadt verlangte. Nach einer kurzen Besprechung wurden die Repräsentanten des Gemeinderates und Frauenzirkels bedroht, um Bornhald die Erlaubnis zu garantieren, das Fährsystem zu benutzen, was zu einer sofortigen militärischen Besetzung führte, die mehrere Monate andauerte. Während dieser Zeit wurden die Einwohner eingeschüchtert mit der Drohung, sie als Schattenfreunde anzuklagen und gezwungen, eine Garnison Soldaten zu beherbergen und verköstigen. Während dessen führte Bornhald ein noch größeres Kontingent nach Süden, auf der Suche nach Perrin Aybara.

Die nachfolgenden Unruhen in den südlichen Dörfern führten zu einer Invasion von Schattengezücht, das die Zwei Flüsse durch ein Wegtor bei dem ehemaligen Standort von Manetherens Hauptstadt betrat, und eine große Streitmacht von Trollocs griff Taren-Fähre schließlich an. Das Fehlen einer Stadtmauer machte die Gemeinde schutzlos, dem Schattengezücht schutzlos ausgeliefert. Aufgrund dessen floh das kleine Kontingent Kinder des Lichts und die Einwohner von Taren-Fähre wurden dem Tod überlassen. Nahezu alle Einwohner von Taren-Fähre wurden abgeschlachtet - inklusive der Seherin - und die meisten Gebäude wurden zerstört. Nach der Schlacht von Emondsfeld kam Frieden nach Taren-Fähre, als die Kinder des Lichts aus den Zwei Flüssen vertrieben wurden, und das verbliebene Schattengezücht systematisch gejagt und ausgerottet.

Wiederaufbau Bearbeiten

"Der Rauch erhob sich schon lange nicht mehr aus den niedergebrannten Gebäuden, doch es war nur noch wenig übrig von der Stadt, das wieder aufgebaut werden konnte. Wilde Hunde jagten durch die Trümmer nach Fleisch. Sie sahen auf, als der Wind vorbeizog, die Augen hungrig."
- Taren-Fähre ein Jahr nach seiner Zerstörung durch das Schattengezücht

Nachdem es eine extreme Entvölkerung erlebt hatten, kehrten die wenigen Überlebenden zurück und versuchten, die Gemeinde wieder aufzubauen. Unter dem politischen Einfluss von Faile Bashere Aybara wurden ein neuer Gemeinderat und ein neuer Frauenzirkel gewählt und ihr Augenmerk liegt auf den wichtigsten Notwendigkeiten für die Überlebenden - Nahrung, Wasser und Obdach. Die neue Seherin Milla al'Azar ist sehr jung und wurde gewählt, weil keine Frau mit größerer Erfahrung derzeit noch am Leben ist. Der Fortschritt beim Wiederaufbau ist langsam, da viele Überlebende sich von Taren-Fähre fort gezogen fühlten, hin zu Perrin Aybara und schließlich zu Tarmon Gai'don.

ZitateBearbeiten

  • "Du hast genausoviel Vertrauen wie ein Mann aus Taren-Fähre." - Tam al'Thor zu Cenn Buie
  • "[...] ich stecke meinen Kopf nicht unter einen Korb, bis ein Mann aus Taren-Fähre kommt und mir den Hals abschneidet." - Cenn Buie

Referenzen Bearbeiten

  1. Stadt des Verderbens, Kapitel 10 Ein Vorgeschmack der Einsamkeit

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