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Vorwort

Die Welt seit der Zerstörung

Im Land

"Shara" ist das sechzehnte Kapitel von Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit.

© Robert Jordan, Übersetzung von Nessaia Quelle: http://wot.books.free.fr/world/

BeschreibungBearbeiten

Das Land Shara ist in der ganzen Geschichte seit der Zerstörung der Welt ein Geheimnis gewesen. Abgeschnitten vom Blick der Außenstehenden durch seine steilen Klippen oder den Mauern der Küstenstädte scheinen die Bewohner von Shara entschlossen, ihr Land und ihre Kultur vor jeder möglichen Interaktion mit Fremden zu schützen. Es ist nicht bekannt, ob Shara entweder Verunreinigung befürchtet, oder seine eigenen Leute davor beschützen will, ausgenommen Händler, von der Außenwelt zu lernen. Das meiste, was über Shara bis zu dieser Zeit bekannt ist, kommt von den Berichten von Jain Fernstreicher, dem Meervolk und den Aiel. Diese drei Quellen widersprechen sich oft selbst, manchmal innerhalb eines einzigen Dokuments, aber was herauskommt, ist das Portrait von Menschen, die, manchmal bewusst, doppelzüngig sind. Fernstreichers "Reisen" erklären rundheraus, dass das Anlügen von Fremden fest in der Kultur verankert zu sein scheint. Wenig hinsichtlich der Menschen von Shara kann als absolute Tatsache festgestellt werden, außer den Erfahrungen der Händler und Entdecker, die versucht haben, mit ihnen umzugehen. Sogar der Name ihres Landes scheint sich von Augenblick zu Augenblick zu ändern.

Shara

Land der HindernisseBearbeiten

Mit dem Ozean auf zwei Seiten und Bergen, Klippen und einem Abgrund auf den anderen beiden hat Shara wenig Schwierigkeiten gehabt, Fremden den Zutritt zu beschränken. Alle ausländischer Handel ist streng beschränkt auf die sechs speziell dafür vorgesehenen Handelsstädte, die entlang der Klippen der Dämmerung verstreut sind, und den fünf Handelshäfen an der südlichen Küste.

Diese Häfen und Städte sind stark ummauert in einer Art, als ob sie jeden Blick von außen verhindern wollen, oder von innen. In den Hafenstädten erstrecken sich diese massiven Mauern den ganzen Weg bis zum Hafen selbst. Keines der Gebäude hinter diesen Mauern ist hoch genug, um über ihnen sichtbar zu sein, und Fremde sind bei Todesstrafe nicht hinter oder auf den Mauern erlaubt. Es gibt keine Handelshäfen entlang der östlichen Küste. Jedes Schiff, das tollkühn genug ist, in Sichtweite der Küste zu fahren, wird von den eingeborenen Machtlenkern unfreundlich behandelt. Die unglücklichen, die eine Landung an irgend einer Seite außerhalb der erlaubten Gebiete gemacht haben, ob absichtlich oder durch Schiffbruch, sind vollständig verschwunden - entweder versklavt, oder getötet, sofort nach ihrer Entdeckung.

Gefährlicher HandelBearbeiten

Sogar innerhalb der erlaubten, sicheren Handelsgebiete dieser Häfen und Städte glauben die Sharaner nicht, dass Fremde es verdienen, über irgend etwas wahrheitsgemäß aufgeklärt zu werden, was oftmals die Waren beinhaltet, die sie kaufen. Händler lernen schnell, ihre Erwerbungen gründlich zu kontrollieren. Wenn Stoff gekauft wird, sogar in großen Mengen, muss jeder Ballen abgewickelt und von Anfang bis Ende geprüft werden, um sicherzustellen, dass die ganze Länge übergeben wurde, und dass das Material durchgehend ist. Die Sharaner Händler sind nicht einmal bereit, die Wahrheit über ihre Erscheinung bekannt werden zu lassen, und bewegen sich unter Außenstehenden nur verhüllt und verschleiert. Als Resultat dieser Exzentrizitäten ist der Handel so schwierig, dass niemand Handel mit Shara führen würde, wenn ihre Waren nicht so profitabel wären. Aber die Seide und das Elfenbein, das sie exportieren, ist nirgendwo sonst zu erhalten (außer vielleicht in Seanchan) und wird immer groß nachgefragt.

Das Meervolk führt den meisten Handel in den Hafenstädten durch, obwohl es auch gelegentlich Schiffe aus Illian, Mayene und einigen der anderen seetüchtigen Länder gibt. Der landgebundene Handel war größtenteils monopolisiert von Cairhien wegen dem Aiel-Geschenk der sicheren Passage, aber seit dem Aiel-Krieg wurde der meiste Überlandhandel durch die Aiel beschränkt, außerdem gibt es gelegentlich den Aiel freundlich gesinnte Händler. Größtenteils sind die Menschen zufrieden damit, das Meervolk mit Shara handeln zu lassen, sogar wenn das bedeutet, dass sie einen höheren Preis zahlen müssen.

Herrscher und RegierungBearbeiten

Die Sharaner beanspruchen für sich, ein gigantisches Imperium zu haben, eine Nation, vollständig im Frieden seit der Zerstörung der Welt, ohne Kriege oder Rebellionen jeglicher Art. Sie behaupten oft, dass sogar die Trolloc-Kriege sie nicht berührt hätten, entgegen Erklärungen der Aiel, dass sie es doch haben, und der Tatsache, dass die Berge des Verderbens und die Große Fäule den nördlichen Teil ihres Landes auf die gleiche Weise durchschneiden wie bei uns. Gelegentlich wird ein Sharaner zugeben, dass die Trollocs ein Problem waren, aber nur ein geringes. Sie sie verleugnen regelmäßig jedes Wissen von Artur Falkenflügels Invasionsflotte, beharren darauf, trotz der Augenzeugenberichte des Meervolks, dass sie niemals existiert hat.

Einige Dokumente wurden kürzlich entdeckt, die, sofern sie authentisch sind, einige aufschlussreiche Informationen über das bisher geheime Land von Shara beinhalten. Es ist unbekannt, ob diese Dokumente von einem Einheimischen geschrieben wurden, oder einem Fremden, der es schaffte, die unheimlich dichte nationale Sicherheit zu infiltrieren. Wenn es ein einheimischer war, war es jemand sehr hochgestelltes, der sich einem großen Risiko aussetzte.

Entsprechend dieser Dokumente wird das Land durch einen einzelnen, absoluten Herrscher regiert, genannt Sh'boan, wenn es eine Frau ist, und Sh'botay, wenn männlich. Dieser Herrscher, der zu der Zeit, als das geschrieben wurde, eine Sh'boan war, sucht einen Partner aus, in diesem Fall einen Sh'botay, und regiert dann absolut für sieben Jahre. Am Ende des siebenten Jahres stirbt die regierende Monarchin und die Herrschaft geht auf ihren Partner über, der dann eine neue Partnerin aussucht und bis zu seinem Tod sieben Jahre später regiert. Dieser Weg hat sich praktisch seit der Zeit der Zerstörung unverändert fortgesetzt, dreitausend Jahre lang. Die Menschen glauben, die Tode sind einfach der "Weg des Musters", aber der unbekannte Schreiber glaubt anscheinend etwas anderes.

Die AyyadBearbeiten

Das Dokument sagt aus, dass es Machtlenker in Shara gibt, sowohl männlich als auch weiblich, die Ayyad genannt werden. Sie leben in Dörfern, abgeschnitten von der Außenwelt, umgeben von hohen Mauern. Niemandem außer den Ayyad ist es erlaubt sie zu betreten, und angeblich verlässt sie kein Ayyad ohne Erlaubnis, obwohl die Quelle dieser Erlaubnis irgendwie vage ist, etwas das der Schreiber anscheinend für wahr hält. Kein nicht-Ayyad, der es schafft, zu einem dieser Dörfer Zutritt zu erlangen, wird bei Sichtkontakt getötet. Alle Sharaner wissen, dass kein Ayyad ohne Anweisungen oder Erlaubnis der zu dieser Zeit regierenden Sh'boan oder Sh'botay die Macht lenken wird. Sie glauben außerdem, dass kein Ayyad, der sich außerhalb des Dorfes befindet, die Erlaubnis dazu hat.

Die Ayyad werden bei ihrer Geburt im Gesicht tätowiert. Jemand, der später im Leben als Machtlenker erkannt wird - man geht davon aus, dass sich einer ihrer Vorfahren mit einem Ayyad vereint hat - wird gemessen, tätowiert und für den Rest seines Lebens in ein Ayyad-Dorf eingesperrt.

Für sexuelle Vereinigungen zwischen Ayyad und nicht-Ayyad kann der nicht-Ayyad mit dem Tode bestraft werden und der Ayyad auch, wenn bewiesen werden kann, dass er den anderen gezwungen hat. Jedes Kind aus so einer Vereinigung wird getötet, indem man es den Elementen aussetzt.

Normalerweise verlassen nur weibliche Ayyad jemals das Dorf, obwohl es zwei Ausnahmen bei dieser Regel gibt. Männliche Ayyad werden vollständig von der Welt abgeschlossen gehalten. Es ist verboten, einem männlichen Ayyad das Lesen oder schreiben beizubringen, oder irgend etwas anderes, außer essen und sich anziehen und einfachen Hausarbeiten. Männliche Ayyad werden als Zuchtvieh für weibliche Ayyad angesehen. Die Ayyad haben detaillierte Berichte von jeder Blutlinie, beinahe so wie die Cairhiener die Stammbäume ihrer reinblütigen Pferde.

Töchter werden von ihren Müttern aufgezogen, aber Söhne werden von der Gemeinschaft aufgezogen. Anscheinend werden diese Jungen unter den Ayyad niemals "Söhne" genannt, nur "die Männlichen". Wenn der Junge das Alter von zirka sechzehn erreicht, wird er aus seinem Gefängnis geholt, vermummt und in einem verschlossenen Wagen zu einem weit entfernten Dorf gebracht, damit er niemals etwas außerhalb der Dörfer sieht. Einmal in seinem neuen Dorf wird er mit einer oder mehr Frauen, die sich Kinder wünschen, gepaart werden. Um sein fünfundzwanzigstes Jahr - oder früher, wenn er Anzeichen zeigt, die Macht zu lenken - wird er erneut vermummt und mitgenommen, wie auf seinem Weg in sein neues Dorf. Anstatt dessen wird er getötet und der Körper verbrannt.

Offensichtliches SchicksalBearbeiten

Der Schreiber macht einige aufregende Anschuldigungen, er behauptet, dass nicht der Willen des Musters alle sieben Jahre für den Tod der Monarchen verantwortlich ist, sondern dass sie eigentlich von den Ayyad getötet werden. Tatsächlich sagt das Dokument aus, dass ohne das Wissen der Menschen die Ayyad die wirkliche Macht in Shara sind.

Der Herrscher ist von Ayyad-Frauen als Diener umgeben. Der einzige Weg, sich Sh'boan oder Sh'botay zu nähern, besonders für eine Gunst oder eine Entscheidung, ist an diesen Frauen vorbei, und die Antwort wird grundsätzlich von diesen Frauen übermittelt. Ein tatsächliches Gespräch mit Sh'boan und Sh'botay wird als sehr große Ehre betrachtet, die nur selten zuteil wird.

Einige Herrscher haben nicht die ganze Spanne ihrer sieben Jahre überlebt - ein Versagen, das als ein Zeichen des Missfallens des Schöpfers angesehen wird, und Bußübungen im ganzen Land auslöst, die von Hohen und Niederen gleichermaßen ausgeführt wird. Der Schreiber erklärt, dass es eher wahrscheinlich ist, dass diese Herrscher entdeckten, dass die tatsächliche Kontrolle, ungeachtet ihrer großen Macht, in den Händen der Ayyad lag, durch die angeblich "dienenden Frauen", die den Herrscher umgeben.

SklavereiBearbeiten

Mit solch einer komplizierten Machtstruktur ist es keine Überraschung zu entdecken, dass die Sharaner auch Sklavenhandel betreiben. Ihre Kultur scheint gänzlich auf Irreführung und der Versklavung der vielen durch die wenigen zu basieren. Wenn irgendein Teil dieses Dokuments der Wahrheit entspricht, malt es ein sehr düsteres Bild. Vielleicht gibt es einen Grund dankbar zu sein, dass sie zufrieden damit sind, ihre Geheimnisse hinter ihren Mauern zu behalten, anstatt zu versuchen, sie auch ihren Nachbarn aufzuerlegen.

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