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Schlacht an den Leuchtenden Mauern

Die Schlacht an den Leuchtenden Mauern war die letzte und entscheidende Schlacht des Aiel-Krieges, die in den letzten Monaten des Jahres 978 NÄ ausgetragen wurde, an den Leuchtenden Mauern von Tar Valon zwischen vier Clans der Aiel und Armeen aus den vierzehn Königreichen der Westlande, die zur großartig betitelten Großen Allianz vereint waren.

Die Schlacht wird auch die Schlacht des blutigen Schnees genannt, da es ein schneidend kalter Winter war und die Verluste in der Schlacht enorm.

Hintergrund Bearbeiten

Zu dieser Zeit dauerte der Aiel-Krieg bereits zwei Jahre an. Die Aiel hatten erfahren, dass König Laman Damodred von Cairhien Avendoraldera gefällt hatte, einen Setzling des Baumes des Lebens, den sie den Cairhienern als Dank für ihre Hilfe beim Überleben während der Zerstörung der Welt geschenkt hatten (diese Ereignisse geschahen etwa 3000 Jahre zuvor, die Cairhiener wussten nichts mehr davon). Wütend schickten die Aiel vier Clans über das Rückgrat der Welt um Rache an den Baummördern zu üben. Cairhien wurde überrannt und verwüstet, seine Grenzfestungen zerstört und die Hauptstadt niedergebrannt. Die zerstreuten Überlebenden der Cairhienischen Armee flohen nach Süden und erhielten auf ihrem Weg Unterstützung von Tear, dann zogen sie über den Erinin, wo sie zusätzlich Truppen aus Andor erhielten.

Dank der Bemühungen der Aes Sedai versammelten viele andere Nationen ihre Armeen bei Tar Valon, um der Bedrohung der Aiel zu begegnen. Im letzten Monat des Jahres 978 NÄ hatte sich die sogenannte Große Allianz versammelt, um dem Feind in der Schlacht zu begegnen.

Zusammenstellung der Truppen Bearbeiten

Die Große Allianz hob ca. 170.000 Soldaten aus, die aus den folgenden Kontingenten bestanden:

Die Armeen aus Saldaea und Kandor wollten sich der Allianz anschließen, wurden jedoch zurückgerufen, um sich mit einem Angriff von Schattengezücht an der Großen Fäule zu befassen.

Im Gegensatz dazu bestanden die Aiel aus ca. 70.000 bis 80.000 Kriegern der Taardad, Reyn, Nakai und Shaarad, inklusive einer bedeutenden Anzahl von Töchtern des Speers. Die Anwesenheit der Töchter überraschte viele der westlichen Truppen, die nie einer Frau in der Schlacht gegenübergestanden hatten.

Führungsebene Bearbeiten

Die Große Allianz hatte sich ursprünglich auf Agelmar Jagad aus Fal Dara als Anführer geeinigt, basierend auf seinem stählernen Ruf in der Schlacht, Shienars Erfolg im Ausheben und aussenden der größtmöglichen Armeen und der Zurückhaltung der Grenzländer aus den politischen Intrigen der südlichen Königreiche, was alle anderen Möglichkeiten inakzeptabel machte. Doch König Laman von Cairhien war überzeugt davon, dass er das Kommando übernehmen sollte, da Cairhien den meisten Schaden durch den Einfall der Aiel erlitten hatte. Nach einige äußerst ungebührlichen Zankereien wurde entschieden, dass das Kommando zwischen den Kommandanten der verschiedenen Armeen rotieren sollte.

Im Gegensatz dazu hatten sich die vier Aiel-Clans der militärischen Autorität von Janduin unterworfen, dem Clanhäuptling der Taardad Aiel und Initiator der Invasion. Die viel einfachere Kommandostruktur der Aiel steuerte vermutlich dazu bei, sich gegen die bedeutend größeren Gegner zu behaupten.

Die Schlacht Bearbeiten

An den ersten beiden Tagen der Schlacht gab es heftige Kämpfe an den Ufern des Erinin. Obwohl die Allianz mehr Männer ausgehoben hatte, mussten sie Aiel-Angriffe aus jeder Richtung abwehren, und war aufgrund ihrer Schwerfälligkeit durch ihre Größe nicht in der Lage, ihre überragende Truppenstärke irgendwo sinnvoll auszunutzen. Zusätzlich dazu musste die Allianz gleichzeitig die größte Stadt des Kontinents vor einem Angriff verteidigen und die große Angriffsmacht ausrotten, während die Aiel die viel einfachere Aufgabe hatten, den Standort der Cairhienischen Truppen zu lokalisieren. Trotzdem fügten die Kommandanten der ersten beiden Tage, Lord Agelmar Jagad und der Kommandierende Lordhauptmann Pedron Niall, den Aiel bemerkenswerte Verluste zu, wenn sie auch selbst viel größere erlitten.

Am dritten Tag gelang den Aiel ein erwähnenswerter Erfolg, als sie den Lord Captain Aranvor Naldwin töteten, den Kommandanten des andoranischen Kontingents, was in der Allianz einige Verwirrung auslöste, als ein Ersatzkommandant gefunden werden musste. Die Aiel entdeckten schließlich Lamans Standort und griffen ihn an. Laman wurde enthauptet, sein mit der Macht geschmiedetes Schwert als Siegestrophäe genommen und die Aiel führten bei Nacht einen überraschend gut organisierten Rückzug über den Fluss aus und begannen ihren schnellen Rückweg in die Aiel-Wüste. Dieser Schachzug überraschte die Allianz vollkommen, da keine Seite bisher einen entscheidenden Sieg errungen hatte, und sie nahmen die Verfolgung so schnell wie möglich auf.

Die Verfolgung Bearbeiten

Im glauben, dass die Aiel vor ihnen flohen, "trieben" die Armeen der Allianz südöstlich nach Brudermörders Dolch. Die Aiel führten mehrere Nachhutgefechte aus, die tausende von Truppen banden, was garantierte, dass die Allianztruppen nicht zu ihnen aufschließen konnten. Lord Hirare Nachiman, Kommandant der Truppen von Arafel, wurde während eines dieser Scharmützel getötet.

Zwanzig Tage nach Lamans Tod verschmolzen die Aiel mit den Bergen und eilten zurück in die Aiel-Wüste.

Ergebnis Bearbeiten

Beide Seiten erklärten für sich den Sieg. Im Glauben, dass die Aiel die Drachenmauer überquert hatten, um die Westlande zu verwüsten, glaubten die Mitglieder der Allianz, dass sie den Aiel ihren Mut auf dem Schlachtfeld gezeigt und sie zum Aufgeben gezwungen hätten. Doch es brauchte nicht lange, bis der Zusammenhang zwischen Lamans Tod und dem Rückzug der Aiel bekannt wurde. Während das beliebte Bild eines großen Sieges über die Aiel fortlebte, schienen einige im Westen erkannt zu haben, dass alles, was die Aiel gewollt hatten, Lamans Tod war, und dass sie einfach gegangen waren, als das erreicht war.

Die Aiel erklärten, dass ihr Vorhaben erfüllt und Rache geübt worden war, doch sie schienen keine große Freude an dem Blutbad zu haben, das sie angerichtet hatten. Janduin im besonderen brach das Herz, da seine schwangere Geliebte Shaiel während der Schlacht verschwunden war und als tot angesehen wurde.

Andere Ereignisse während der Schlacht Bearbeiten

Am dritten Tag der Schlacht traf eine Abteilung der Illianer Gefährten, die Elite-Formation der Illianer Armee, auf einen Trupp Töchter des Speers, die von ihrem Haupttrupp abgeschnitten worden waren. Die Töchter positionierten sich an den Hängen des Drachenberges und wurden niedergemetzelt, doch nicht bevor sie den Gefährten einige Verluste zufügten. Während er die toten Frauen inspizierte, fand der Zweite Kapitän Tam al'Thor, ein Andoraner aus den Zwei Flüssen, eine von ihnen, die vor dem Tod noch ein Kind geboren hatte. Das Kind überlebte. Tam entschied, das Kind als sein eigenes anzunehmen, nannte den Jungen Rand und nahm ihn schließlich mit nach Hause in die Zwei Flüsse.

In dem Moment, als Rand an den Hängen des Drachenberges geboren wurde, wo Lews Therin Telamon mehr als dreitausend Jahre zuvor gestorben war, machte die damalige Behüterin der Chronik eine Weissagung, dass der Drache wiedergeboren worden war und fiel danach sofort tot um. Die einzigen Zeugen waren der Amyrlin-Sitz Tamra Ospenya und die beiden Aufgenommenen Moiraine Damodred und Siuan Sanche. Diese beiden Frauen verschrieben sich für die nächsten zwanzig Jahre der Suche nach dem Wiedergeborenen Drachen, bevor die Mächte des Schattens ihn fanden.

Konsequenzen Bearbeiten

Nach der Schlacht gelang es der Großen Allianz nicht, eine andauernde Verbindung zu halten und sie zerfiel, als die Armeen in ihre Heimatländer zurückkehrten.

Mit dem Wissen, dass Laman die Zerstörung ihrer Nation hervorgerufen hatte, hoben die Cairienischen Adelshäuser das Haus Damodred vom Sonnenthron. Im Vierten Cairhienischen Erbfolgekrieg erlangte Lord Galldrian Riatin die Oberhand und bestieg den Thron. Cairhien verbrachte die nächsten zwei Jahrzehnte damit, sich vom Krieg zu erholen und seine Städte, Wirtschaft und Armee wieder aufzubauen.

Kurz nach der Schlacht entführte und folterte Jarna Malari, die Anführerin der Schwarzen Ajah, Tamra Ospenya, bevor sie sie tötete. Die Schwarze Ajah erfuhr, dass der Drache wiedergeboren worden war, doch nicht, dass er ein Neugeborenes war. Aufgrund dessen verbrachten sie die nächsten fünf Jahre verzweifelt auf der Suche nach jungen Männern oder Jungen, und nicht nach einem Kleinkind, was es Rand al'Thor ermöglichte, zu entkommen. Doch viele unschuldige Kinder, inklusive Prinz Diryk von Kandor, starben bei dieser Suche.

Doch es war die Wiedergeburt des Drachen, die das Vermächtnis der Schlacht sicherte. Rand al'Thor begann seinen Aufstieg zum Herrscher der Westlande im Jahr 998 NÄ, doch der Countdown zur Letzten Schlacht begann bei der Schlacht an den Leuchtenden Mauern.

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