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Dies ist ein POV-Charakter mit einem oder mehreren Abschnitten oder Kapiteln aus seinem oder ihrem Point of View.

Nynaeve al'Meara ist eine junge Frau aus Emondsfeld in den Zwei Flüssen. Sie ist anfangs die Seherin, und lässt sich später zur Aes Sedai ausbilden, wobei sie die Gelbe Ajah wählt. Sie ist die erste Aes Sedai, die entdeckt, wie man eine Dämpfung heilen kann, was selbst im Zeitalter der Legenden unmöglich war.

Nach dem angeblichen Tod von Moiraine Damodred nimmt sie deren Behüter Lan Mandragoran als ihren Behüter und heiratet ihn außerdem.

BeschreibungBearbeiten

Nynaeve ist eine kleine, schlanke Frau - ca. 1,62m [1] - mit langem, dunklem Haar, das sie immer zu einem Zopf geflochten trägt. Sie wurde 973 NÄ geboren.

Nynaeves Eltern starben, als Nynaeve im Teenageralter war [3]. Ihre Mutter hieß Elnore. [1] Sie hat keine Geschwister und ihr Vater, der sich immer einen Sohn wünschte, unterrichtete schließlich seine Tochter im Spurenlesen, was sie zu einer sehr guten Waldläuferin gemacht hat. Nur Tam al'Thor ist ein besserer Spurenleser als sie und selbst die überragenden Fähigkeiten von Lan Mandragoran können sie nicht täuschen. [4]

Nynaeve wurde mit dem Funken geboren. Mit sechzehn oder siebzehn Jahren begann sie ihre Ausbildung als Doral Barrans Lehrmädchen und lenkte zum ersten mal im Jahr 987 NÄ die Eine Macht, als sie Egwene al'Vere vom Wundfieber heilte. Aufgrund ihrer eigenen negativen Ansichten über Aes Sedai entwickelte sie unbewusst einen Block, der sie nur die Macht lenken ließ, wenn sie sehr wütend war. Nach dem Tod von Doral Barran wurde sie die Seherin von Emondsfeld.

HandlungBearbeiten

Vorgeschichte Bearbeiten

Wie so viele Mädchen, die mit dem Funken geboren werden, erlebt auch Nynaeve ihre erste Berührung der Wahren Quelle durch etwas, dass sie sich mehr als alles andere wünscht. Sie ist siebzehn und schon einige Zeit das Lehrmädchen von Doral Barran, der damaligen Seherin von Emondsfeld, [3] als Doral sie mit der von Wundfieber befallenen Egwene al'Vere allein lässt. Die durch langjährige Erfahrung wissende Frau ist sich im klaren darüber, dass es nur ein paar Tage dauern wird, bis Egwene wieder gesund ist, doch Nynaeve ist sicher, das Mädchen würde sterben. In ihrer Verzweiflung und Sorge heilt sie Egwene unbewusst mit der Einen Macht, was eine Verbindung zwischen den beiden erschafft, durch die Nynaeve sie später immer erkennen wird, wenn sie sich ihr nähert. Dies wird ihr auch mit anderen Menschen passieren, die sie mit der Macht heilt. [5]

Verängstigt durch das, was sie getan hat und verwirrt durch das Verhalten der Seherin, die unbedingt herausfinden möchte, was Nynaeve getan hat, redet sie sich nach und nach ein, dass es etwas Böses war und erschafft somit unbewusst die Blockade, die sie lange Zeit begleiten wird. Es gelingt ihr irgendwann nur noch, die Macht anzuwenden, wenn sie wütend ist. Doch die Art, mit allem umzugehen, rettet ihr das Leben. Zwar erlebt sie eine Woche nach der Heilung von Egwene die ersten Nebenwirkungen des Machtlenkens, als sie mit Schüttelfrost und Fieber zusammenbricht, doch ihre Art, unbewusst mit allem umzugehen, rettet ihr das Leben. [5]

Doral hat bereits erkannt, welches Potential in Nynaeve steckt, obwohl sie selbst nicht weiß, um was es sich wirklich handelt. Auch Jahre später beobachtet sie genauer Nynaeves Handlungen, weil sie hofft, dass sich Ereignisse wie das mit Egwene wiederholen. [6] [3]

Die Suche nach dem Auge der Welt Bearbeiten

Nach dem Tod von Doral Barran wird Nynaeve zur Seherin von Emondsfeld, muss sich jedoch mit den Vorurteilen der Dorfbewohner herumschlagen, die sie als zu jung für eine Seherin ansehen. Trotzdem besitzt sie die nötige Autorität, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Lange Zeit sind ihre Fähigkeiten, dem Wind zu lauschen, zuverlässig, doch im Winter des Jahres 998 NÄ bringen die aufziehenden Ereignisse ihre Wahrnehmung durcheinander, so dass sie nervöser und wütender als sonst auf die Zukunft wartet. [7]

Im Winter hat sie Egwene al'Vere zu ihrem Lehrmädchen gemacht, [8] da sie unbewusst Egwenes erwachende Fähigkeit spürte, die Macht zu lenken. Wie alle aus dem Dorf steht sie den Neuankömmlingen Moiraine und Lan misstrauisch gegenüber und die Tatsache, dass Moiraine sich während der Angriffe in der Winternacht als Aes Sedai zu erkennen gibt, steigern diese Aversion nur noch. [4]

Wütend über die scheinbare Entführung und entschlossen dazu, ihre Schützlinge zurückzuholen, folgt sie der Gruppe, die die Zwei Flüsse verlassen hat, als bekannt wird, dass Rand, Perrin, Mat und Egwene aus dem Dorf verschwunden sind. In ihrem Hass und ihrer Verachtung gegenüber den ihrer Ansicht nach bösen Aes Sedai wartet sie das Ende der Diskussionen des Gemeinderats nicht ab, denn in ihren Augen muss sie die jungen Menschen vor der Außenwelt und vor allem vor den Aes Sedai retten. [4]

Sie verfolgt die Gruppe bis Baerlon. Trotz der eindringlichen und überzeugenden Argumente Moiraines lässt sie sich nicht erweichen und hält an ihrem Plan fest, die jungen Männer und Egwene in die Zwei Flüsse zurück zu bringen, [4] doch der Angriff auf die Schenke, der sie zwingt, so schnell wie möglich die Stadt zu verlassen, [9] durchkreuzt ihre Pläne. Nachdem die Gruppe in Shadar Logoth getrennt wird, [10] schließt Nynaeve sich Moiraine und Lan an, da die Aes Sedai behauptet, sie könnte sie zu den Jungen führen. [5]

Nynaeves Aversion gegen Moiraine steigert sich nur noch, als die Aes Sedai ihr eröffnet, dass sie selbst die Macht lenken könnte. Sie will es nicht glauben, doch die Aussagen Moiraines über den Ablauf ihres Erwachens und ersten Machtlenkens sind so zutreffend, dass sie sich nicht lange einreden kann, die Frau würde sie nur manipulieren wollen und hätte alle Informationen im Dorf gesammelt. Doch am Ende des Gesprächs muss sie sich die Wahrheit eingestehen und beschließt, alles dafür zu tun, um sich an Moiraine zu rächen, auch wenn sie dafür eine Aes Sedai werden muss. [5]

Zu diesem Zeitpunkt hat Nynaeve bereits begonnen, sich in den Behüter Lan zu verlieben, ohne sich das jedoch eingestehen zu wollen, denn er steht für sie ebenso für die bösen Aes Sedai, mit denen sie nichts zu tun haben will. [11]

Sie verfolgen die jungen Leute aus Emondsfeld und Nynaeve ist in ständiger Angst um Egwene, da sie von Moiraine weiß, dass diese nur Rand, Perrin und Mat aufspüren kann. Als Moiraine sie über das Finder-Gewebe aufklärt, mit dem sie alle drei ausgestattet hat, und darüber, dass zwei der jungen Männer ihre Münze verloren haben, ist Nynaeve nur noch besorgter. [5]

Nach einigen Tagen auf der Caemlyn-Straße kommen sie jedoch in die Nähe eines der jungen Männer, und entdecken ein Lager der Kinder des Lichts. Sie wissen zwar noch nicht, wer sich dort befindet, doch als Nynaeve ihren Teil des Plans durchführt und die Halteseile der Pferde durchschneidet, entdeckt sie Bela und weiß somit, dass Egwene in der Nähe ist. [12] Als ihre jungen Schützlinge befreit sind, muss sie jedoch erkennen, dass sie noch tiefer in Dinge verstrickt sind, die sie nicht versteht, als sie die gelben Augen von Perrin bemerkt. Ohne zu wissen, worum es sich handelt, ist sie aber sicher, dass die Aes Sedai dafür verantwortlich ist. [13]

Sie erreichen Caemlyn schließlich und die Gruppe wird in Der Königin Segen wieder vereint. Als schließlich alle ihre Erlebnisse berichtet haben, wird klar, dass sie so schnell zum Auge der Welt aufbrechen, denn die Nachricht, dass er Dunkle König seinen Blick auf das Auge der Welt gerichtet hat, [14] zeigt, wie wenig Zeit sie nur noch haben. Moiraine entscheidet, dass alle mit Hilfe des Ogiers Loial die Kurzen Wege durchqueren und sofort nach Fal Dara aufbrechen werden. [15]

Die Reise durch die Kurzen Wege kostet sie zwei Tage. Kurz vor dem Ende werden sie von Machin Shin verfolgt und können ihm nur knapp entkommen. [16] Dann erreichen sie Fal Dara, von wo aus Moiraine so bald wie möglich in die Große Fäule abreisen will. [17] Dort erfährt Nynaeve auch, dass Lan der letzte, noch ungekrönte König des untergegangenen Malkier ist. [18] Sie gesteht ihm schließlich ihre Liebe, als Lan nachts in der Fäule Wache hält, doch er weist sie zurück, da er der Meinung ist, dass er ihr nichts bieten kann, als einen Witwenschleier. [19]

Am nächsten Tag erreichen sie nach einer Verfolgungsjagd mit Würmern das Auge der Welt, wo sie jedoch von den Verlorenen Aginor und Balthamel angegriffen werden. Lan stellt sich ihnen, kann sich jedoch nicht entscheiden, ob er Moiraine oder Nynaeve beschützen soll, was ihm zum Verhängnis wird. Nynaeve versucht ihm zu helfen, doch Aginor ergreift sie und reicht sie an Balthamel weiter, der seinen Worten zufolge immer noch fleischliche Gelüste verspürt. Als der Grüne Mann Balthamel angreift, schleudert dieser Nynaeve zur Seite und sie bleibt bewusstlos liegen. [20]

Nachdem sie erwacht, muss sie erkennen, das Rand, der so lange ihr Schützling war, die Eine Macht lenken kann und sie weiß um die Gefahr, die von ihm ausgeht. [21] Sie entscheidet sich, nach Tar Valon zu reisen, um Aes Sedai zu werden und ihm zu helfen. [22]

Weitere BilderBearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 The Wheel of Time Companion
  2. Die Prüfung (Kapitel)
  3. 3,0 3,1 3,2 Vorgeschichte: Raben
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Die Seherin (Kapitel)
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Lausche dem Wind (Kapitel)
  6. Doral betrachtet sehr genau Bili Congars Wunde, nachdem Nynaeve ihn verbunden hat, ist aber enttäuscht, dass nichts passiert ist.
  7. Eine einsame Straße (Kapitel)
  8. Der fahrende Händler (Kapitel)
  9. Beobachter und Jäger (Kapitel)
  10. Wie Staub im Wind (Kapitel)
  11. Fußspuren in der Luft (Kapitel)
  12. Die lange Hatz (Kapitel)
  13. Rettung (Kapitel)
  14. Die Aiel-Frauen in der Wüste (Das fahrende Volk (Kapitel)), der verletzte Mann im Stedding (Erinnerungen an Träume (Kapitel)) und der Dunkle König in Rands, Mats und Perrins Träumen (Zum Hirsch und Löwen (Kapitel) und Flucht auf dem Arinelle (Kapitel))
  15. Erinnerungen an Träume (Kapitel)
  16. Was im Schatten folgt (Kapitel)
  17. Fal Dara (Kapitel)
  18. Noch mehr darüber, was das Rad schon webte (Kapitel)
  19. Die große Fäule (Kapitel)
  20. Zusammentreffen am Auge (Kapitel)
  21. Es gibt weder Anfang noch Ende (Kapitel)
  22. Das Rad dreht sich (Kapitel)