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Dies ist ein POV-Charakter mit einem oder mehr Abschnitten oder Kapiteln, die aus seinem oder ihrem Point of View geschrieben sind.


Matrim Cauthon, normalerweise einfach Mat genannt, ist einer der Hauptcharaktere der Serie. Er ist der Generalfeldmarschall der Bande der Roten Hand und der Ehemann der Kaiserin des seanchanischen Imperiums, so wie auch einer der größten Generäle, die die Welt jemals gesehen hat. Unter den Seanchan ist er als Knotai bekannt. Viele seiner Veränderungen im Verlauf der Geschichte reflektieren seine starke Verbindung zu den nordischen Göttern Odin und Loki.

BeschreibungBearbeiten

Mat ist ein drahtiger junger Mann mit braunen Augen und dunklen Haaren. Er spielt anderen gern Streiche, ist öfter übermütig, als es gut für ihn ist und kann selten einer Frau widerstehen.

Er ist der Sohn von Abell und Natti Cauthon. Seine Schwestern sind Bodewhin und Eldrin Cauthon. Die Namen zweier weiterer Schwestern werden nicht genannt.

Mat Fuchs Rabe

HandlungBearbeiten

Der Streichspieler Bearbeiten

Schon als Junge ist Mat für seine übermütigen und selten etwas auslassenden Streiche bekannt, für die er oft genug bestraft wird, von denen man ihn aber nie abbringen kann. Kaum jemand nimmt ihn noch ernst, wenn er Geschichten erzählt, und so behält er auch die Sichtung des Schwarzen Reiters für sich, [1] dessen Erscheinen in Emondsfeld, zusammen mit dem Angriff der Trollocs in der Winternacht, Mats ganzes Leben verändert.

Mat nimmt sich selbst nicht ernst, da er durch sein eigenes Verhalten von allen immer nur als Unruhestifter angesehen wird, und kann auch der - für ihn - angeblichen Bedrohung nichts abgewinnen. Seine Reise aus den Zwei Flüssen ist für ihn ein großes Abenteuer, dem er mit der für ihn üblichen Ironie und Leichtigkeit begegnet.

Im Verlauf der Reise zeigt sich seine enge Verbindung zum alten Blut von Manetheren, als er während eines Kampfes gegen die Trollocs zum ersten Mal unbewusst die Alte Sprache benutzt. [2] Sein Bedürfnis, normal und unauffällig zu sein - das im krassen Gegensatz zu seiner Vorliebe für Spiele, Streiche und das Flirten mit Frauen steht - bringt ihn anfangs nur zu der Weigerung, sich mit diesen Dingen zu befassen.

Im Griff des Dolchs Bearbeiten

WoT14covSaliba

Bei einem erzwungenen Halt in der verlassenen Stadt Shadar Logoth bringt Mat seine Freunde dazu, die Ruinen zu besichtigen. Dabei treffen die drei auf Mordeth, der sie zu einem Schatz führt. Trotz eindringlicher Warnungen der Aes Sedai Moiraine, vorsichtig zu sein, nimmt Mat einen Dolch aus dem Schatz mit, der ihm zum Verhängnis wird. [3]

Ohne Moiraines Wissen behält er die mit einem großen Rubin versehene Waffe, die ihn nach und nach in ihren Bann zieht. Mit der Zeit ändert sich sein Verhalten, sein Misstrauen gegenüber allen Menschen steigt. Als die Gruppe in Caemlyn wiedervereint wird, ist seine Bindung an den Dolch bereits so stark, dass sie nicht mehr gelöst, nur noch abgeschwächt werden kann. Mats Verhalten normalisiert sich, doch er hat bereits große Erinnerungslücken. [4]

Im weiteren Verlauf der Reise gelangt er nach Fal Dara und ans Auge der Welt, erlebt jedoch nichts von dem Kampf zwischen Rand und Aginor, so dass ihm lange nicht bewusst wird, was die Frauen bereits erkannt haben: Rand kann die Macht lenken. [5] Durch das abweisende und scheinbar arrogante Verhalten seines Freundes fühlt Mat sich zurückgestoßen und macht ihm Vorhaltungen, er würde sich schon wie ein Lord fühlen, da alle ihn so behandeln. [6]

Als die Festung von Fal Dara angegriffen wird, ist Mat mit Egwene im Kerker bei Padan Fain, der zu diesem Zeitpunkt von Schattenwesen befreit werden soll. [7] Zusammen mit dem Horn von Valere wird auch der Dolch aus Shadar Logoth gestohlen, weshalb Mat gezwungen ist, die Flüchtigen zu verfolgen, da er ohne ihn nicht geheilt werden kann.

Während die Frauen nach Tar Valon abreisen, verfolgen die jungen Männer zusammen mit Shienarischen Soldaten Padan Fain und seine Trollocs, wobei Mat erfährt, dass Rand ihn und Perrin nicht aus Arroganz zurückweist, sondern um sie vor sich zu schützen, weil er die Macht lenken kann. [8] Sein Selbsterhaltungstrieb zwingt Mat trotz seiner Schuldgefühle, sich von Rand fern zu halten, weil er seit seiner Kindheit wie alle Bewohner der Zwei Flüsse dazu erzogen wurde, machtlenkenden Männern zu misstrauen und sie zu hassen.

Nachdem die Gruppe getrennt wurde und in Cairhien wieder aufeinander trifft, sind sie gezwungen, Padan Fain mit Hilfe eines Portalsteins zur Toman-Halbinsel zu folgen. Bei dem Versuch, sie dort hin zu bringen, geht etwas schief und Mat erlebt wieder und wieder sein eigenes Leben in Spiegelwelten, in denen Entscheidungen, die er traf, seine eigene Geschichte zu beeinflussen. Dies entsetzt ihn so sehr, dass er sein Verhalten Rand gegenüber ändert, auch wenn er nicht aufhört, sich Sorgen über seinen möglichen Wahnsinn zu machen. [9]

Hornbläser Bearbeiten

In Falme finden sie das Horn von Valere und den Dolch im Haus des seanchanischen Hochlords Turak Aladon. Es gelingt ihnen, den Hochlord und dessen Männer zu besiegen und ungesehen zu fliehen, [10] doch eine Legion von Weißmänteln, die Falme bedroht und die sich dagegen stellenden Seanchaner kesseln sie ein. Da sie keine andere Wahl zu haben scheinen, bläst Mat das Horn von Valere und stellt sich mit den Helden des Horns der Schlacht, bei der Rand weit sichbar am Himmel gegen Ba'alzamon kämpft. [11]

Nach der Schlacht flieht die nun wiedervereinte Gruppe der Emondsfelder zusammen mit den shienarischen Soldaten und den Aes Sedai in die Berge. Dort allerdings hält Mat sich nicht lange auf, denn seine Verbindung zum Dolch hat seinen Körper so weit geschwächt, dass er bald mit den Schülerinnen der Weißen Burg und Verin Mathwin nach Tar Valon aufbricht. Im Verlauf der Reise verschlechtert sich sein Zustand so weit, dass er große Teile bewusstlos verbringt und in der Weißen Burg angekommen kurz vorm Tod steht. [12]

Parallelen: OdinBearbeiten

Odin4
  • Laut einer Prophezeiung wird Mat "das halbe Licht der Welt aufgeben, um die Welt zu retten", und in Egwene al'Veres Träumen zeigt sich, dass er eines seiner Augen auf eine Waagschale legt. Das bewahrheitet sich, als er eines seiner Augen hergibt, um Moiraine aus dem Turm von Ghenjei zu retten. - Odin gab eines seiner Augen für Wissen auf, als er einen Schluck aus Mimirs Brunnen erbat.
  • Mat wurde an Avendesora, dem Baum des Lebens, und seinem Speer erhängt, nachdem er mit den Aelfinn verhandelt hatte, um die Löcher in seiner Erinnerung zu ersetzen; er sagt, er wurde "für Wissen aufgehängt". - Odin erhängte sich selbst am Weltenbaum Yggdrasil, um das Wissen über den Tod zu erhalten, und sein Speer steckte in seiner Seite, während er hing. Der Speer ist mit Runen bedeckt und soll angeblich nie sein Ziel verfehlen.
  • Mat ist ein General. - Eine von Odins Götterdomänen ist der Krieg.
  • Sowohl die Aelfinn als auch Artur Falkenflügel nennen Mat "Spieler" und "Sohn der Schlachten", da er den Ruf hat, in beidem selten zu verlieren. - Odin war als Spieler bekannt und wurde Vater der Schlachten und Siegbringer genannt.
  • Mat spricht oft die Alte Sprache, eine sehr poetische und elegante Sprache, er tut das so unbewusst, als wäre es inspiriert. - Odin war der Gott der Poesie und der Inspiration.
  • Mats Fuchskopf-Medaillon beschützt ihn vor der Einen Macht, was nützlich ist, wenn er mit Aes Sedai zu tun hat. - Odin war der Gott der Magie in einer Gesellschaft, die Magie als weibliche Angelegenheit ansah, fast wie in der Welt des Rades, wenn auch aus anderen Gründen.
  • Sowohl Mat als auch Odin lieben den Wein, und trinken ihn normalerweise, auch wenn es Alternativen gibt.
  • Auf Mats Ashandarei ist ein Vers eingraviert, zwischen zwei Raben; der Vers enthält die Zeile "...obwohl dies der Pfeil der Zeit ist, verblasst die Erinnerung nie". Außerdem ist Mat nach seiner Hochzeit mit Tuon mit dem Symbol der Seanchan verbunden, ein Paar von Raben. - Odin besitzt zwei Raben namens Hugin und Munin: Gedanke und Erinnerung. 
  • Odin wird oft mit einem breitkrempigen Hut gezeigt, einen Speer in der Hand. Genauso wie Mat.
  • Odins Halle in Valhalla ist gefüllt mit ehrenhaften toten Helden, die dort darauf warten, für ihn in der letzten Schlacht Ragnarok zu kämpfen. - Mat ist der Bläser des Horns von Valere, das lang verstorbene Helden für ihn zur Schlacht ruft.
  • Odins erschlagene Krieger werden Einherjar genannt, Mats Armee heißt Shen an Calhar. Odin wird verbunden mit dem Konzept der Wilden Jagd, einer lauten, grölenden Bewegung am Himmel, bestehend aus erschlagenen Kriegern, Hunden und Pferden.
  • Odins Krieger von Valhalla kämpfen jeden Tag als Training für die Letzte Schlacht, sterben und erstehen am nächsten Tag wieder auf. - In The Gathering Storm besuchen Mat und seine Gruppe Hinderstap, ein Dorf, dessen Bevölkerung jede Nacht in einen Rausch verfällt und sich gegenseitig tötet, nur um am nächsten Tag wieder aufzuerstehen. Er nutzt sie in der Letzten Schlacht, um den Truppen des Schattens eine Falle zu stellen.
  • Sowohl Mat als auch Odin hatten viele Frauengeschichten (Mat nur, bis er verheiratet war).
  • Odin erhält Wissen durch das Sprechen mit Toten. Mat hat die Erinnerungen toter Männer.

Referenzen Bearbeiten

  1. Eine einsame Straße (Kapitel)
  2. Die Straße nach Caemlyn (Kapitel)
  3. Drohende Schatten (Kapitel)
  4. Erinnerungen an Träume (Kapitel)
  5. Es gibt weder Anfang noch Ende (Kapitel)
  6. Freunde und Feinde (Kapitel)
  7. Düstere Vorzeichen (Kapitel)
  8. Das Muster schimmert hindurch (Kapitel)
  9. Scheinwelt (Kapitel)
  10. Schwertmeister (Kapitel)
  11. Das Grab ist keine Grenze (Kapitel)
  12. Geheimnisse (Kapitel Bd. 5)

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