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Malkier

Malkier war Teil der Grenzlande und lag nördlich von Shienar. Das Zeichen von Malkier war ein goldener Kranich. Malkieri-Männer können erkannt werden an einem geflochtenen Lederband namens Hadori, das sie tragen. Die Nation wurde 955 NÄ von der Fäule verschlungen, was Schienar zum nördlichsten der Grenzlande machte.

GeschichteBearbeiten

Die Nation Malkier war ehemals eine Provinz von Artur Falkenflügels Imperium, hervorgegangen aus dem früheren Königreich Rhamdashar. Gouverneur Shevar Jamelle erklärte die Provinz am Anfang des Hundertjährigen Krieges für unabhängig und bildete eine Allianz mit den anderen Grenzlanden, sowohl gegen den Schatten im Norden als auch gegen die Bedrohung durch andere Nationen aus dem Süden.

Malkier hielt sich für beinahe tausend Jahre im Kampf gegen den Schatten, bis es 955 NÄ zerstört wurde. Lain Mandragoran, der Bruder von König al'Akir Mandragoran, führte fünftausend Lanzenträger in die Verwüsteten Lande als Teil einer Wette mit seiner Frau Breyan, und wurde getötet. Al'Akirs Weigerung, Lains Dummheit zu unterstützen, brachte Breyan dazu, einen Plan zu schmieden, um ihn und seinen jungen Sohn Lan zu töten, so dass ihr eigener Sohn Isam den Thron nehmen konnte. Cowin Gemallan, ein malkierischer Adliger, aber auch ein Schattenfreund, unterstützte Breyans Plan und versuchte einen Schlag gegen al'Akir.

Der Angriff schlug fehl, doch die Forts an der Grenze der Fäule waren entblößt und eine große Schattengezücht-Invasion war in der Lage, die Linien zu durchbrechen. Breyan und Isam wurden vermutlich getötet und viel vom Königreich wurde verwüstet, obwohl der berühmte Spion Jain Charin, schon Fernstreicher genannt, in der Lage war, Gemallen gefangen zu nehmen und ihn zu den Sieben Türmen zurück zu bringen, um al'Akir im Einzelkampf gegenüber zu treten, wo er getötet wurde. Al'Akir verzichtete für seinen Sohn Lan auf den Thron, ernannte ihn zu einem mit dem Diadem Gekrönten Schlachtenlord und sandte ihn südlich nach Schienar, um in Sicherheit aufgezogen zu werden, bevor er die letzten Malkieri in den Kampf gegen den Schatten führte. Al'Akir wurde getötet, Malkier überrannt, die Sieben Türme wurden zerstört und die Grenze der Fäule verschob sich um einhundert Meilen oder mehr nach Süden, bis die Truppen von den anderen Grenzlanden bei den Stufen von Jehaan begegneten und sie zurückdrängten.

Malkier war - bis die Letzte Schlacht gewonnen war - trostlose Wildnis, überrannt von der Fäule. Die Tausend Seen waren giftig und bewohnt von widerwärtigen Kreaturen, während die Sieben Türme spitzenlose Ruinen waren.

"Als Malkier starb, schickten Shienar und Arafel Männer. Sie konnten der Flut von Trollocs und Myrddraal nicht Einhalt gebieten, und dennoch kamen sie. Männer aus Kandor ritten und selbst Saldaea. Sie kamen zu spät, aber sie kamen. Neunhundert Jahre lang sind wir geritten, wenn die Weiße Burg gerufen hat, aber wo war die Burg als Malkier unterging? Wenn ihr eine Aes Sedai seid, beantwortet mir das!"

"Mehr als hundert Schwestern wurden nach Malkier geschickt. Aber nicht einmal Aes Sedai können fliegen. Sie kamen zu spät." Als die ersten eintrafen, waren die Heere von Malkier bereits von den endlosen Horden des Schattengezüchts aufgerieben worden, die Menschen flohen oder waren tot. Der Untergang von Malkier war brutal und blutig und schnell gewesen. "Das war vor meiner Geburt, aber ich bedaure es zutiefst. Und ich bedaure, dass die Burg beschlossen hat, ihre Bemühungen geheim zu halten." Es war besser, man glaubte, dass die Burg nichts getan hatte, als bekannt werden zu lassen, dass Aes Sedai es versucht hatten und gescheitert waren. "Eine andere Antwort kann ich euch nicht geben. Ich glaube, ich habe mehr gesagt, als ich sollte, mehr als jede Schwester je sagen würde. Wird es genügen?"

Moiraine Damodred und Lan Mandragoran in Der neue Frühling [1]

Trotzdem blieb Malkiers Ruf für herausragende Kriegsführung und unerschütterliche Verteidigung gegen den Schatten unglaublich machtvoll. Es war bekannt, dass tausende zu Lan Mandragoran strömen würden - und tausende taten es -, wenn er einmal mehr das Banner des Goldenen Kranichs erheben würde.

Al'Lan Mandragoran erhob das Banner des Goldenen Kranichs tatsächlich und ritt zum Tarwin-Pass und zu Tarmon Gai'don mit einer noch wachsenden, riesigen Menge aus den gesamten Grenzlanden, die mit ihm ritt. Beim Tod des Dunklen Königs verschwand die Fäule beinahe und Malkier wurde einmal mehr eine unabhängige Nation, regiert von Lan mit Nynaeve an seiner Seite.

Symbole Bearbeiten

Das Schwert der Malkierischen Könige ist eines der Symbole der Herrscher von Malkier. Es ist ein mit der Macht geschmiedetes Schwert, unzerbrechlich, es muss nie geschärft werden und kann nicht einmal anlaufen.

GeographieBearbeiten

Malkier lag nördlich von Schienar, offenbar von dort, wo die Grenze der Fäule jetzt beim Tarwin-Pass liegt und möglicherweise sogar noch bis hinter die Berge des Verderbens. Es war das nördlichste der Westlande und lag am nächsten zum Shayol Ghul. Seine Hauptstadt war bekannt als die Sieben Türme und lang entlang der Ufer mehreer Seen, nicht weit entfernt von den südlichen Ausläufern der Berge des Verderbens.

Bräuche Bearbeiten

Es gibt verschiedene Bräuche in Malkier, die das Verhalten von Männern und Frauen gegenüber dem jeweils anderen regeln.

  • Ein Mann sieht einer Frau nicht direkt in die Augen. [2]
  • Eine allein reisende Frau hat das Recht auf den Schutz von Männern, wenn sie es fordert. [2]
  • Bittet eine Frau um den Schutz des Schwertes eines Mannes, ist er verpflichtet, sein Leben zu geben, bevor sie getötet wird. [2]
  • Die weiblichen Verwandten eines Mannes haben das Recht, seine Hochzeit zu arrangieren. Wenn keine weibliche Verwandte mehr am Leben ist, übernimmt die Carneira diese Aufgabe. [3]
  • Carneira [4]
    • Eine Carneira ist die Frau, die einen Mann für sein erstes Mal auswählt, [4] oder der Mann, den eine Frau für ihr erstes Mal auswählt. [3] In beiden Fällen hat also die Frau die Wahl und der Mann muss sich fügen.
    • Eine Carneira darf bestimmen, wann private Treffen zwischen ihr und dem Mann stattfinden, er hat keinen Einfluss darauf.
  • Daori
    • Eine Carneira schneidet einem Mann das Haar und er flechtet daraus den Daori. [4]
      • Am Morgen nach ihrer ersten Nacht führt die Carneira den Mann in die Frauenquartiere und schneidet ihm vor den Frauen das Haar. [3]
      • Während er zu ihren Füßen sitzt, flechtet der Mann das Haar zu einem langen Band, dem Daori. [3]
    • Eine Carneira kann einen Mann auffordern, ihr seinen Daori zu bringen, doch solange sie es ihm nicht aus der Hand nimmt, hat sie sehr viel Macht über ihn. [3]
    • Eine Carneira verliert die Macht über einen Mann an seinem Hochzeitstag, wenn sie den Daori seiner Braut übergibt. [3] Sie verliert dann den größten Teil ihrer Macht über ihn und das Band ist nur noch eine Erinnerung an die Vergangenheit. [5]
      • Es wird als skandalös angesehen, wenn ein Mann die Tochter seiner Carneira heiratet.
    • Eine Carneira kann einen Mann in seinen Räumen einsperren, indem sie den Daori am Türknauf festbindet. Der Mann kann die Räume nur dann verlassen, wenn sie ihn wieder entfernt. [6]
    • Eine Carneira verliert die Macht über einen Mann, wenn sie ihm den Daori freiwillig zurückgibt und er ihn verbrennt. REFERENZEN
  • Hadori
    • Ein Junge erhält den Hadori im alter von sechzehn Jahren, womit er als erwachsener Mann gekennzeichnet wird. [4]
    • Ein Mann trägt seinen Hadori bis zu seinem Tod.
  • Malkieri-Männer lassen ihr Haar lang wachsen.
  • Ein Mann ist in der Öffentlichkeit gegenüber Frauen immer zurückhaltend. [7]
  • Wenn eine Frau einen Mann in ihrem Bett haben will, kann er nur ablehnen, indem er erklärt, es wäre eine zu große Ehre. Akzeptiert die Frau die Ablehnung nicht, muss der Mann sich fügen. Tut er es nicht, muss er damit rechnen, dass sie ihn eventuell aus Ärger körperlich angreift. [7]
  • Eine Frau hat in der Öffentlichkeit das sagen, auch bei Ehepaaren. Ein Mann hat dafür im Privaten die Oberhand und sie muss sich ihm fügen. REFERENZEN
  • Wenn eine Frau sich beleidigt fühlt, kann sie die Strafe dafür festlegen. Falls sie härter ist, als es gerecht wäre, kann nur eine andere Frau der Strafe ein Ende machen. Der Mann nimmt alles hin, bis sie es beendet, ohne sich etwas anmerken zu lassen, was als Ehrverlust angesehen werden würde. [8]
  • Eine einmal ausgesprochene Einladung zurück zu nehmen entspricht einer tödlichen Beleidigung. [3]

Städte und DörferBearbeiten

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