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Die Aes Sedai des Zeitalters der Legenden widmeten sich häufig akademischen Zielen, von denen eines ungewollt in einem Loch endete, dem Bohrloch, das ins Gefängnis des Dunklen Königs gebohrt wurde, von einer Gruppe männlicher und weiblicher Aes Sedai, die nach einer neuen Machtquelle suchte, die von beiden Geschlechtern gleichermaßen genutzt werden konnte. Ein Mitglied dieses Teams war eine weibliche Aes Sedai, Mierin Eronaile, die später eine der Verlorenen wurde, als sie den Namen Lanfear annahm. Es ist wahrscheinlich, dass die erwartete neue Machtquelle tatsächlich die Wahre Macht des Dunklen Königs war, mit der er seine Agenten anweisen und manipulieren kann. Diese Ereignisse führten zum Beginn des Krieges der Macht.

Der ZusammenbuchBearbeiten

Die Auswirkungen waren nicht sofort spürbar, doch über die nächsten hundert Jahre nach der Bohrung kam der Einfluss des Dunklen Königs nach und nach über die Gesellschaft und seine Präsenz verseuchte jeden Aspekt des Lebens.

Wo es vorher eine friedliche utopische Gesellschaft gegeben hatte, relativ frei von großen Verbrechen, begannen sich verdorbene Handlungen zu verbreiten, gewalttätige Sportarten wurden beliebt und die Gesellschaft begann schnell zu verwarlosen. Man sagt, dass diese Periode 80 bis 100 Jahre gedauert hat, bevor die ersten Menschen sich öffentlich zum Dunklen König zu bekennen begannen, und die ersten Überfälle gemacht wurden, ursprünglich mit menschlichen Armeen, doch dann immer öfter mit Konstrukten.

Schließlich versuchten seine Anhänger, den Dunklen König vollständig zu befreien, und die Welt stürzte in den Schattenkrieg, manchmal auch Krieg der Macht genannt.

Der Name dieser Zeit deutet an, dass es keine Informationen aus erster Hand über das Zeitalter gibt. Da keine Aufzeichnungen aus der Zeit vor der Zerstörung bisher gefunden wurden, basiert alles Wissen über das Zeitalter auf Dokumenten, die während der ersten wenigen Jahrhunderte nach der Zerstörung geschrieben wurden. Viele müdliche Überlieferungen wurden aufgezeichnet, doch ihre Genauheit wird bezweifelt und muss deshalb als "Legenden" bezeichnet werden. Allerdings haben die Aiel die authentischste Quelle über dieses Zeitalter; ein Ter'angreal in Rhuidean erlaubt den Aiel, die hoffen, Clanhäuptling oder Weise Frau zu werden, in das Leben ihrer Vorfahren einzutauchen, inklusive jener, die im Zeitalter der Legenden lebten; sie sprechen nicht gern davon.

Der Krieg der MachtBearbeiten

Der Krieg der Macht begann, wenn jene, die vom Einfluss des Dunklen Königs ergriffen waren, sich im offenen Kampf erhoben, um die existierende Ordnung herauszufordern. Zu dieser Zeit war das Konzept des Kriegs der Menschheit nicht bekannt, so dass die Mächte des Schattens schnelle Beute machten, bevor ein Zermürbungskrieg begann.

Ereignisse in The Shadow Rising zeigen, dass der Krieg über drei Generationen andauerte, vermutlich 50 bis 75 Jahre der Kämpfe, bevor die Zerstörung begann. Allerdings hat Robert Jordan in Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit erklärt, dass der Krieg nur etwa zehn Jahre dauerte.

Aes Sedai, sowohl wegen ihrer Fähigkeit, die Eine Macht zu lenken, als auch weil sie wichtige akademische und öffentliche Personen waren, wurden die Anführer der Kräfte des Lichts. Doch viele Aes Sedai - inklusive einiger der mächtigsten - liefen zum Schatten über und wurden die Auserwählten des Dunklen Königs - von den Mächten des Lichts die Verlorenen genannt - als Anführer und Generäle auf der gegnerischen Seite des Kampfes. Einer der Verlorenen, genannt Aginor, war vorwiegend verantwortlich für das erschaffen von Schattengezücht-Armeen: Trollocs, Myrddraal und Draghkar, so wie auch Konstrukte wie die Gholam.

Anfangs gingen die Mächte des Schattens gegen eine unvorbereitete Bevölkerung vor, nahmen große Teile des Landes und viele Städte ein. Als die Mächte des Lichts zurückschlugen, drängten sie die Streitkräfte des Dunklen Königs weit zurück, eroberten viele Städte und weite Landesteile zurück. Doch während dessen entdeckten sie schrecklichen Gräueltaten, die die Armeen von Trollocs und Schattenfreunden begangen hatten, sowohl bei der Einnahme der Städte als auch während der Leitung durch die Anhänger des Dunklen Königs. Zurückeroberte Städte waren wenig mehr als rußgeschwärztes Ödland, wo Menschen, die sich geweigert hatten, sich dem Dunklen König zu verschwören, auf den Plätzen verbrannt worden waren. Eine Stadt zurückzuerobern führte zu großen Moralverlusten wie auch zu einer Minderung von Ressourcen beim Wiederaufbau. Erneut ging der Dunkle König in die Offensive und begann die Streitkräfte von Lews Therin zurückzustoßen, als mehr und mehr seiner Generäle zur anderen Seite überliefen, überzeugt davon, dass Lews Therin und die Mächte des Lichts verlieren würden. Man sagt dass "es war, als wenn mit jedem Schritt vorwärts vom Schatten, Unordnung und Chaos wuchsen, und sich daran nährend erlangte der Schatten stärke, so dass seine nächsten Schritte länger waren und die nächsten danach noch großer sein würden".

Schließlich begannen die Mächte des Lichts zu unterliegen, aufgrund der Bereitschaft des Feindes, erschaffene Monster und Konstrukte wie die Trollocs als Soldaten zu nutzen, und große Bevölkerungsteile der besetzten Gebiete zu ermorden. Für mehrere Jahre waren sie kaum in der Lage, den Attacken standzuhalten, und es war noch länger her, dass sie in der Offensive gewesen waren. Die Mächte des Lichts konnten einen Krieg nicht länger durchhalten, und sie bewegten sich schnell auf eine Niederlage zu.

Es wurde klar, dass das Licht eine kriegsbeendende Mission unternehmen musste, die den Schatten auf einen Schlag in die Knie zwingen würde, doch die Halle der Diener war festgefahren in der Debatte, wie das zu schaffen sei. Zwei mögliche Pläne wurden befürwortet. Der erste beinhaltete die Nutzung von zwei großen Sa'angreal, ein weiblicher und ein männlicher, um ein zweites Gefängnis um das Bohrloch selbst zu erschaffen, das dem Dunklen König ein Gehege um den Shayol Ghul ermöglichte, aber nicht viel mehr. Diese Sa'angreal waren, theoretisch, so mächtig, dass man genug von der Macht an sich ziehen konnte, um die ganze Welt zu zerstören; da kein lebender Mensch so viel Macht standhalten konnte, wurden Zugangsschlüssel-Ter'angreal benötigt, um den Machtlenker vor Verletzungen zu schützen. Der andere Plan, unterstützt von Lews Therin selbst, war, einen Zirkel der mächtigsten Aes Sedai zum Shayol Ghul zu führen und das Gefängnis des Dunklen Königs wieder zu versiegeln.

Dieser Plan wurde als hochgefährlich angesehen - Lews Therin gab zu, dass es nur eine geringe Chance gab, dass sie zurückkehren würden, selbst wenn sie erfolgreich waren; und weiterhin könnte der Versuch, das Gefängis wieder zu versiegeln, es statt dessen noch weiter aufreißen. Infolgedessen schloss eine Frau namens Latra Posae Decume einen Vertrag mit den anderen weiblichen Aes Sedai, dass keine Lews Therin behilflich sein würde. Dieser "verhängnisvolle Vertrag", wie er später genannt wurde, warf seine Pläne weit zurück, da sie auf männlich-weibliche Zusammenarbeit vertrauten. Doch Lews Therin blieb skeptisch; er glaubte, dass der Dunkle König nicht durch rohe Kraft eingesperrt werden konnte.

Die Arbeit an den Sa'angreal schritt voran, doch als die Zugansschlüssel fertig waren, überranten Armeen, angeführt von Sammael, den Ort, wo sie aufbewahrt wurden. Pläne wurden gemacht, die Schlüssel zurückzubekommen, doch sie waren nicht erfolgreich. Sie wurden kurz nach dem Anfang der Zerstörung wiedergefunden, und zusammen mit anderen Artefakten auf die Wagen der Da'shain Aiel geladen. Das Wissen um ihren verbleib ging für dreitausend Jahre verloren. Ein paar unzerstörter Zugangsschlüssel tauchte später in Rhuidean auf, während eine Hälfte eines weiblichen Zugangsschlüssels in Tanchico gefunden wurde.

In der Zwischenzeit stand das Licht mit dem Rücken zur Wand, als große Armeen angeführt von den Verlorenen zuschlugen und andere Armeen schwere Kämpfe überall auslösten. Kaum in der Lage, ihnen mit seinen Streitkräften entgegen zu treten, wurde Lews Therin klar, dass wenn sie den Krieg nicht innerhalb eines halben Jahres beenden konnten, sie ihn verlieren und der Dunkle König gewinnen würde.

Da jede Frau, die mächtig genug gewesen wäre, den Verhängnisvollen Vertrag unterzeichnet hatte, und sogar Frauen, die zu schwach waren, das ebenfalls taten, nahm Lews Therin die Angelegenheit in die eigenen Hände. An diesem Punkt hatte er genug Macht und Ergebenheit, um im geheimen eine Garde von zehntausend Soldaten und den Hundert Gefährten (obwohl es in wirklichkeit 113 waren) anzuwerben, und sich auf den Weg zu machen, um am Shayol Ghul zuzuschlagen.

Die Details sind nur skizzenhaft, da viele der zehntausend Soldaten starben, die achtundsechzig überlebenden männlichen Aes Sedai sofort verrückt wurden und die restlichen vermutlich getötet wurden, doch die Wiederversiegelung wurde ausgeführt, trotz des Hindernisses, keine weibliche Aes Sedai dabei zu haben; zufällig waren die dreizehn mächtigsten Verlorenen aus unbekannten Gründen am Shayol Ghul und wurden ebenfalls während des Gegenschlags versieglt, wenn auch Ishamael nur teilweise.

Trotz dieser anscheinenden Niederlage war es der Gegenschlag des Dunklen Königs, der den Tag wirklich entschied: er setzte einen Makel auf Saidin, stürzte Lews Therin und seine verbleibenden achtundsechzig Gefährten sofort in den Wahnsinn, so dass sie sofort begannen, die Welt zu verwüsten und Chaos und Zerstörung vom Shayol Ghul aus verbreiteten. Lews Therin glaubt später, als eine Stimme in Rands Kopf, dass der Dunkle König in der Lage war, Saidin zu verseuchen, weil es während der Versiegelung den Dunklen König direkt berührte. Er sagt auch, dass das Siegel selbst schwach war, erklärt aber nicht, warum. Rand vermutet später, dass das Siegel schwach war, weil Lews Therin nur in der Lage war, Saidin zu nutzen, um das Siegel zu erschaffen, doch warum das das Siegel schwach machen sollte, wird nicht erklärt. Da es allerdings heißt, dass die größten Werke im Zeitalter der Legenden von Männern und Frauen gemeinsam geschaffen wurden, kann man davon ausgehen, dass die Siegel durch ihre Zusammenarbeit stärker geworden wären.

Trotz alldem unternahmen die verbleibenden Aes Sedai den Versuch, die Gesellschaft wieder aufzubauen, der Welt einen Anschein von Frieden zurückzugeben. Doch es gab immer noch viele verbleibende Trollocbanden und Schattenfreundarmeen, und das wahre Ausmaß des Gegenschlags wurde klar, als andere männliche Aes Sedai bald begannen, dem gleichen Schicksal zu erliegen, und die Gesellschaft brach wahrhaftig zusammen. Diese männlichen Machtlenker durchzogen die Welt, veränderten, was sie passend fanden. Dieses Ereignis wurde die Zerstörung der Welt genannt, bei der die Menschheit gerade so die Zerstörung überlebte, die von den wahnsinnigen männlichen Aes Sedai kam.

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