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Vorwort

Die Welt seit der Zerstörung

Im Land

"Die Tiere von Seanchan" ist das achtzehnte Kapitel von Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit.

© Robert Jordan, Übersetzung von Nessaia Quelle: http://wot.books.free.fr/world/

Exotische Tiere von SeanchanBearbeiten

Sanschen.jpg

Als Luthair Paendrags Armeen ihre Eroberung von Seanchan begannen, wurden sie nicht nur mit den grauenhaften Aes Sedai konfrontiert, die die Macht frei als eine militärische Waffe nutzten, sondern auch mit fremden Bestien wie aus einem Alptraum, die von oben auf sie herab schossen oder sie mit Klauen und Zähnen attackierten, oftmals Männer aus ihren Sätteln zerrend, um sie sofort zu verschlingen. Von gehörnten Frosch-Kreaturen in der Größe großer Bären bis zu pferdegroßen, katzenähnlichen Tieren, schienen diese Tiere, als ob sie nur vom Bösen des Schattens kommen könnten. Es war deswegen, wegen der Aes Sedai und den Kreaturen, die man für eine neue Art von Schattengezücht hielt, dass die Verteidiger dieses neuen Kontinents als die Heere der Nacht bekannt wurden.

Diese fremden neuen Kreaturen waren natürlich kein Schattengezücht, sondern die Nachkommen von Bestien, die während der ersten Tausend Jahre nach der Zerstörung der Welt aus Parallelwelten durch Portalsteine zurückgebracht wurden, vermutlich in einem Versuch, Hilfe gegen das richtige Schattengezücht zu finden. Während die Effektivität dieser Kreaturen nicht aufgeschrieben wurde, war es während der gleichen Periode, dass alles verbleibende Schattengezücht auf dem Kontinent ausgelöscht wurde. Die Kreaturen verblieben, ihre Pflege und ihr Training überlebte alle politischen Umbrüche bis zu Luthairs Ankunft. Das Wissen, das ihre Beschaffung durch die Portalsteine ermöglichte, ist verloren gegangen.

In der Zeit, in der Luthair einmarschierte, wurden Kreaturen wie der Grolm, der Torm, der Lopar, der Corlm, der Raken und der To'Raken von den Armeen des Gebietes benutzt. Nach seiner erfolgreichen Eroberung übernahm Luthair sie in seine eigenen Armeen, wie seine eigenen neuen angeleinten Damane. Seine Nachkommen führten die Tradition fort. Die Tiere werden derzeit als wesentlicher Teil des Militärs gehalten, wobei ihre Betreuer und Trainer einen ehrenvollen Platz in der Hierarchie erhalten.

Tierbetreuer oder Reiter sind in Seanchan als morat oder "einer, der betreut" bekannt. Ein Morat'Grolm zum Beispiel ist ein Grolm-Betreuer. Ein Trainer wird Der'Morat genannt, wie in Der'Morat'Grolm. Das Wort der bedeutet "erfahren" oder "Meister" und kennzeichnet oftmals den Rang.

Um ein Tiermeister zu werden und somit die Vorsilbe der zu verdienen erfordert ein gewisses Dienstalter. Dieses Dienstalter zählt innerhalb aller speziellen Disziplinen und dem gesamten sozialen Rang. Zum Beispiel wird der dienstälteste der'morat'corlm niemals dem morat'lopar gleichgestellt sein, der noch unter einer der'sul'dam steht. Betreuer oder morat für gewöhnlichere Bestien, so wie s'redits oder Pferde, rangieren unterhalb derjenigen für "Exoten".

Man muss besonders betonen, dass der'sul'dam und sul'dam, während sie die höchsten Ränge bei den Betreuern der exotischen Tiere einnehmen, gehören definitiv zu dieser Gruppe, was erneut auf den seanchanischen Glauben hinweist, dass Damane keine Menschen sind sondern gefährliche Tiere.

Die soziale Ordnung unter den Betreuern von "Exoten" ist die folgende:

  • der'sul'dam
  • sul'dam
  • der'morat'raken
  • der'morat'to'raken
  • morat'raken
  • der'morat'torm
  • morat'to'raken
  • der'morat'lopar
  • morat'torm
  • der'morat'grolm
  • morat'lopar
  • der'morat'corlm
  • morat'grolm
  • morat'corlm

TormBearbeiten

Torm.jpg
Die intelligentesten der seanchanischen "Exoten" (nach den Damane natürlich) sind die Torm. Wie eine Kreuzung zwischen einer pferdegroßen Katze und einer Eidechse haben Torm bronzene Schuppen, Füße mit sechs Klauen, die die Steine der Straße packen können; und drei Augen. Torm sind hauptsächlich Fleischfresser, können aber auch drei oder vier Tage mit einer Pflanzendiät leben, wenn sie müssen. Wenn sie länger kein Fleisch bekommen, werden Torm viel schwerer zu kontrollieren, da sie jagen wollen. Trotz ihres reptilischen Erscheinungsbildes gebären sie lebende Junge und säugen sie, immer nur eines bei der Geburt. Sie sind nicht oft zu finden, aufgrund ihrer hohen Sterblichkeitsrate bevor sie ausgewachsen sind. Bevor sie trainiert werden, kämpfen sie oft wild miteinander um ihre Überlegenheit zu zeigen, und solche Kämpfe dauern oft bist zum Tod an. Viele, die einen Torm gesehen haben, finden seinen Blick sehr verstörend, abgesehen von der Zahl seiner Augen. Dies liegt zum Teil an seinem sehr hohen Intelligenzquotienten, weit höher als der eines sehr klugen Hundes. Obwohl sie in allen Dingen weit unter den Menschen stehen, können sie sehr nah heran kommen an unser Niveau der Problemlösung in bestimmten Gebieten, so wie bei Labyrinth-Tests.

Wegen ihrer exzellenten Jagdfähigkeiten versuchten frühe Händler die Torm als Fährtensucher und Jäger zu nutzen, doch sie entdeckten, dass ein Torm jagt, was er auswählt und nicht zur Jagd genutzt werden kann. Einige haben diese Tatsache als einen Hinweis auf die Intelligenz des Tieres genommen.

Als Reittier sind ihre Geschwindigkeit und Ausdauer der eines Pferdes überlegen, doch sie sind wählerisch bei ihren Reitern. Nicht jeder kann einen Torm reiten; tatsächlich ist es schwerer, jemanden zu finden, der geeignet ist, ein Morat'torm zu werden, als einen Morat für irgendeinen der anderen "Exoten" zu finden. Aus keinem erkennbaren Grund wird er sich einem nach dem anderen Reiter zuwenden, bevor er schließlich einen akzeptiert. Wenn er einmal diesen einen Reiter gefunden hat, wird der Torm keinem anderen das Aufsitzen erlauben. Wenn dieser Reiter stirbt, braucht es einige Zeit, einen Torm dazu zu bringen, einen anderen zu akzeptieren.

Wie Pferde werden Torm mit Zügel und Beindruck kontrolliert.

Sie werden vorzugsweise von Aufklärungseinheiten geritten, trotz der Tatsache das sie wilde Kämpfer sind. Obwohl ihre Klauen und Schuppen sie zu besseren Schlachtreittieren zu machen scheinen, als Pferde, sind sie ungeeignet für lange Kämpfe. Es gibt nur sehr wenige von ihnen im Vergleich zu Pferden, natürlich, und sie sind schwerer zu ersetzen, sowohl wegen ihrer niedrigen Überlebensrate im Erwachsenenalter und auch wegen der langen benötigten Trainingszeit. Die vielleicht größte Untauglichkeit ist die Anfälligkeit des Torm dazu, in einen Kampfrausch zu verfallen, wenn sie zu lange der Schlacht ausgesetzt werden. Sogar die am besten trainierten Torm können davon überwältigt werden. Wenn die Raserei einsetzt, kann der Morat nur durchhalten, weil der Torm unkontrollierbar wird, sich bewegt und tötet, wie er es will, und nur anhält, um Körper zu zerreißen oder zu fressen. Es ist möglich, dass er noch Stunden, nachdem die Schlacht vorüber ist, nicht zur Ruhe kommt. Seltsamerweise wendet sich der Torm selten gegen seinen Reiter während dieser Rasereien, doch er wird gegen jeden in seiner Reichweite vorgehen.

Ein Torm wird immer gegen jeden Corlm in Reichweite vorgehen, und obwohl ein Morat es vermeiden kann, dass der Angriff zu einem tatsächlichen Kampf wird, werden sie einfach niemals gemeinsam genutzt.

CorlmBearbeiten

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Auf den ersten Blick scheint der Corlm ein flugunfähiger Vogel zu sein, manchmal bis zu acht Fuß hoch mit einem langen Nacken und einer Art von Doppelkamm auf seinem Kopf, aber anstelle von Feder ist er bedeckt mit langem, gestreiftem oder gesprenkeltem Haar, ähnlich der Farbe mancher Hauskatzen. Dieses Fell, normalerweise Grau, Schwarz oder Braun, dehnt sich bis zum Schwanz aus, der sich während dem Rennen für die Stabilität abflacht.

Der Doppelkamm ist tatsächlich ein Paar aufstehender Ohren, die sehr beweglich sind. Mit ausgewachsen durchschnittlich dreihundert Pfund ist der Corlm mit vierzehigen, mit kleinen Krallen besetzten Hinterbeinen ausgestattet, und dünnen Vorderärmchen, die er normalerweise nahe am Körper hält. Die Vorderpfoten werden selten genutzt, außer zum Nestbau und zur Fütterung, trotz der langen, krallenbesetzten "Finger". Die Schnauze ist groß, erscheint übergroß für den langen und breiten Schädel, und hat einen Höcker wie der Schnabel eines Raubvogels. Wie ein Raubvogel nutzt der Corlm seinen Schnabel fürs Töten. Anders als der Torm hat es nur zwei Augen, die an den Seiten seines Kopfes liegen.

Der Corlm ist ein Fleischfresser und ein sehr effizienter Räuber, der in der Lage ist, seine Beute sowohl zu wittern als auch zu hören. Er ist unübertroffen als Spurensucher, kann einen Mann auf kurze Distanz überholen und kommt ihm auf lange Distanzen gleich. Der Corlm reagiert sowohl auf gesprochene Kommandos als auch auf Pfeifen, deren ton über dem menschlichen Hörspektrum liegt.

Da sie in ihrer eigenen Umgebung als Einzelwesen erscheinen, werden sie immer einzeln verwendet, da sie einander nicht sonderlich akzeptieren, außer zur Paarungszeit. Das Weibchen legt ihre Eier einzeln und sie brüten oftmals nicht.

LoparBearbeiten

Der beste Kämpfe unter den "Exoten" ist der Lopar, ein schwerfälliges Tier von fünfzehnhundert bis zweitausend Pfund Gewicht, wenn es voll ausgewachsen ist. Es hat nur zwei Augen, groß und dunkel, umgeben von Hornringen in einem großen runden Kopf ohne äußere Ohren. Seine Beine sind im Verhältnis zu seinen Proportionen länger als die eines Bären, doch er sieht trotzdem klein aus wegen seiner Dicke und der Größe des restlichen Körpers, die gebeugt erscheint, wenn das Tier auf allen Vieren ist. Der Lopar hat eine ledrige, haarlose Haut, in Farben die von dunklem Braun zu einem blassen Rotton gehen. Es hat sechs Zehen an den Vorder- und Hinterbeinen, alle mit großen einziehbaren Klauen. Der Lopar benutzt beide Vorderpfoten zum Greifen und Bearbeiten. Lopar erheben sich manchmal auf ihre Hinterbeine, wenn sie kämpfen, zu einer Höhe von mehr als zehn Fuß; sie können leicht einen Mann von einem Pferd ziehen.

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Die Intelligenz eines Lopar ist größer als die eines Hundes, möglicherweise gleichgroß wie die eines Torm. So wie beim Torm finden manche Menschen ihren Blick verstörend, doch es gibt nicht die kalte Heimtücke im Blick eines Lopar, wie in dem eines Torm. Sie können so schnell oder schneller sprinten wie ein Pferd, doch sie werden auf lange Distanzen schnell müde.

Trotz seiner schrecklichen Erscheinung kann der Lopar von jedem gehandhabt werden, der gut ausgebildet ist, und ist normalerweise friedlich und sogar freundlich, bis er zum Kampf befohlen wird. Lopar zu paaren endet immer in einem Kampf und bringt normalerweise sowohl dem Männchen als auch dem Weibchen Wunden. Geburten gibt es immer in Paaren, doch mit einer hohen Sterblichkeitsrate wie bei allen "Exoten". Sowohl Männchen als auch Weibchen verbinden sich manchmal in einer Art Machtkampf, wobei jedes der Tiere sich zu seiner vollen Größe aufrichtet und laut brüllt. Der kleinere der beiden zieht sich dann beinahe sofort zurück, legt sich flach auf den Bauch. Wenn die zwei Tiere von gleicher Größe sind, kann es zum Kampf kommen, außer sie werden gut von einem Morat kontrolliert.

Der Lopar wird als Wachtier benutzt und als wilder Kämpfer in der Schlacht. Für Schlachten wird er normalerweise mit einer Art Ledermantel oder Harnisch bedeckt mit überlappenden Metallplatten um das Rückgrat zu schützen, die Brust und den Bauch. Wegen seiner normalerweise freundlichen Natur und exzellenten Kampffähigkeiten nutzt das Blut normalerweise Lopar, um seine Kinder zu schützen. Lopar, die als Bodyguard benutzt werden, werden oft anhänglich und überbeschützend. Tiere, die davon befallen sind, verlassen normalerweise nur widerwillig denjenigen, dem sie dienen, und weigern sich manchmal eine Zeit lang danach, zu fressen.

GrolmBearbeiten

Mit einem Gewicht von drei- bis fünfhundert Pfund erreichen die Grolm die Größe von großen Bären, aber mit der graugrünen Farbe und Hautbeschaffenheit sehr widerstandsfähiger Frösche. Wie die Torm haben sie drei Augen, aber die Augen sind klein und grimmig, lassen die Existenz der Intelligenz eines Torm vermissen, und sind umringt von harten Knochenkämmen. Ihre Mäuler mit hornigen Lippen sind wie dafür gemacht, um Fleisch auszureißen.

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Wenn sie gehen, erscheinen Grolm beinahe peinlich, sie bewegen sich in einem watschelnden Lauf, aber alle Spuren von Peinlichkeit verschwinden, wenn sie rennen, sie machen große Sprünge, die sie mit großer Geschwindigkeit vorwärts tragen. Sie haben auch eine sehr gute Sehkraft, einen scharfen Geruchssinn und sind sehr auf ihr Territorium fixiert. Wegen diesen Charakteristiken sind sie ausgezeichnete Wachtiere. Sie lernen schnell, wer in einem bestimmten Gebiet erlaubt ist und nutzen ihren Geruchssinn, um zu unterscheiden, wer nervös oder ängstlich ist. Grolm wurden im Kampf genutzt, allerdings nur gegen Gegner mit leichter Rüstung, um Löcher in die Feindeslinie zu brechen, die schnell von menschlichen Soldaten ausgenutzt werden. Sie können auch gegen Kavallerie genutzt werden, da Pferde oft in ihrer Anwesenheit in Panik verfallen, außer sie sind an sie gewöhnt worden.

Glücklicherweise sind sie sehr schwer zu töten. Die Haut von Grolm ist dick genug, um die meisten Hiebe von Schwertern, Äxten oder Speeren abzuwenden. Pfeile schaffen es sogar nicht, diese Haut zu verletzen, außer sie werden in einen verwundbaren Punkt wie ein Auge geschossen. Sogar wenn sie verletzt sind, behindern sie nicht tödliche Wunden selten. Es braucht schon extreme Wunden, um sie überhaupt merklich zu verlangsamen, und sie heilen sehr schnell. Das ist glücklich, seit ihre Jungen, die in Mehrlingsgeburten geboren werden, eine sehr hohe Mortalitätsrate haben. Es ist selten für mehr als einen Nachkommen eines "Wurfs", zu überleben.

In ihrer natürlichen Umgebung sind sie anscheinend Rudeltiere, obwohl sie sich in Gefangenschaft gegeneinander wenden können, wenn sie nicht ordnungsgemäß kontrolliert werden. Sie reißen sich oft in Stücke und fressen einen von den ihren, der verletzt worden ist, und sie fressen auch ihre eigenen Toten.

Grolm werden mit gesprochen Kommandos, Handsignalen und dem Gebrauch einer kleinen, durchdringenden pfeifenähnlichen Flöte kontrolliert. Unter Morat'grolm ist es eine Sache des Stolzes, nur die Handsignale und die Flöte zu nutzen, möglicherweise in einer entfernten Imitation der Art, auf die das Blut kommuniziert.

RakenBearbeiten

Der Raken ist ein großes Flugtier und hat einen Körper, der beträchtlich länger ist als der eines Pferdes und gleich im Umfang, mit ledriger grauer Haut und großen, kräftigen Schwingen wie die einer Fledermaus. Seine Intelligenz ist etwa gleich wie die eines Pferdes. Der Kopf des Tieres zieht sich zu einer langen, hornigen Schnauze mit harten Kämmen, die sowohl als Lippen als auch als Zähnen und auch als kräftige Kiefer dienen können, die leicht in der Lage sind, leicht einen Ast oder Arm durchbeißen können. Zwei Augen sitzen an der Front des Kopfes und geben dem Raken eine überlegene Sehkraft. Der Kopf wird von einem langen, graziösen Nacken gestützt. Er hat einen sehr langen, dünnen Schwanz, der sehr zerbrechlich aussieht, verglichen mit dem Rest des Tieres, das normalerweise aussieht, als könnte man es leicht im Flug hinterher ziehen. Dieser Schwanz ist tatsächlich sehr stark. Während er nicht als Waffe benutzt wird, peitscht der Raken den Schwanz oftmals aus Wut, wenn er sitzt oder auf dem Boden ist, und es ist bekannt, dass er schon unabsichtlich den Arm oder das Bein eines Morat gebrochen hat, der sorglos genug war, ihm nahe zu kommen. Im Flug wird der Schwanz mit großer Geschicklichkeit genutzt, um Balance und Kontrolle zu halten. Der Raken hat zwei Beine, relativ dünn verglichen mit der Größe seines Körpers, die in Füßen mit sechs langen, sehr starken krallenbewehrten Zehen enden, vier vorn und einer hinten.

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Auf dem Boden kriecht der Raken eher, als aufrecht zu stehen, und erhebt seinen Kopf auf seinem langen Nacken, um sich umzusehen. Er steht nur aufrecht, wenn er alarmiert ist oder sich darauf vorbereitet, zu fliegen. Wenn ein Raken kauert, ist es leicht möglich, einfach ein Bein über den Sattel zu schwingen. Während der Raken langsam und ungeschickt am Boden ist, ist er ein sehr wendiger Flieger und sehr schnell, wenn es nötig ist. Die maximale Fluggeschwindigkeit ist drei oder vier mal so schnell wie ein Pferd. Es kann diese Geschwindigkeit über kurze Distanzen halten, aber ziemlich lange Distanzen bei niedrigerer Geschwindigkeit ohne Pause fliegen.

Hauptsächlich genutzt für Erkundung und Nachrichtenüberbringung kann der Raken zwei Personen Tragen, wenn sie klein sind, und wird durch Zügel kontrolliert, die an Ringen befestigt sind, die fest in den hornigen Nüstern des Tieren befestigt sind, und durch Beindruck. Die Reiter, Morat'raken, manchmal Flieger genannt, sind alle entweder Frauen oder Männer kleiner als der Durchschnitt, und reiten oft gemeinsam, einer hinter dem anderen, in einem speziell konstruierten leichten Sattel, der für zwei ausgelegt ist. Verbundene Morat werden in Situationen genutzt, wenn ein weiteres Paar Augen benötigt wird, wie auf den meisten Erkundungsmissionen, doch wenn hohe Geschwindigkeit benötigt wird, oder lange Distanzen, reitet nur ein Morat. Eine lange Distanz für einen Raken sind drei- bis vierhundert Meilen.

Ein Raken wird fliegen, sogar wenn er verletzt oder krank ist, allerdings nicht so weit oder schnell natürlich, und möglicherweise, wie ein Pferd, bis zum Punkt seines Todes.

Es kann bequem sogar auf senkrechten Oberflächen hocken, wenn es dort irgendeinen Halt für seine Klauen gibt. In einigen Fällen, wenn es auf diese Art hockt, wird es seine Flügel über der Oberfläche ausbreiten, und sich damit festklammern. Der Raken kann sich auch in großen Bäumen niederlassen, wo die Zweige ihn halten, doch er zieht offenes Land oder Klippen vor.

Er ist ein Allesfresser, allerdings offensichtlich vollkommen zufrieden mit einer rein pflanzlichen Ernährung. Sie sind Eierleger und die weiblichen Raken legen jeweils nur ein Ei.

To'RakenBearbeiten

Der To'raken ist vermutlich verwandt mit dem Raken und sieht vom generellen Erscheinungsbild her fast genauso aus, außer dass er viel größer und eher braun als grau gefleckt ist. Wie der Raken hockt er, wenn er am Boden ist, vielmehr als dass er aufrecht steht, und hebt seinen Kopf um sich umzusehen. Wegen seiner umfangreichen Größe kann sich ein geduckter To'raken bis zu neun Fuß über den Boden erheben. Er hat das Intelligenzniveau eines Pferdes und ist ein Pflanzenfresser. Wie der weibliche Raken legt das Weibchen ihre Eier einzeln. Es setzt sich nicht auf Bäume, egal wie groß sie sind, zweifellos wegen seiner Größe und Gewicht. Es zieht die Gipfel von Klippen und Hügeln vor. Anders als der Raken, der sich selbst einfach in die Luft erheben kann, muss ein To'raken bis zu hundert Schritte rennen und mit den Flügeln schlagen, bevor er sich vom Boden erhebt.

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Am Boden mindestens so ungeschickt wie der Raken ist der To'raken aber nicht so beweglich oder so schnell wie ein Raken. Seine Maximalgeschwindigkeit ist nur ein wenig höher als doppelt so schnell wie ein Pferd. Er sitzt auch nicht gern auf geraden Flächen, aber auf Flächen, die abschüssiger sind, nutzt es das gleiche Hocken mit gespreizten Flügeln wie sein Cousin.

Der Wert eines To'raken liegt in seiner Stärke und Ausdauer. Ein To'raken hat die Fähigkeit, viel weiter zu fliegen als ein Raken und das ohne Rast. Sie sind bekannt dafür, tausend Meilen mit durchschnittlicher Geschwindigkeit zu fliegen, wenn sie nur einen Morat im Sattel tragen. Sie können auch viel größere Lasten tragen. Mit einem Morat auf dem Rücken kann ein To'raken noch bis zu tausend Pfund oder mehr über bis zu zweihundert Meilen tragen.

Sie werden vorzugsweise für das transportieren von Menschen benutzt, die sich schnell bewegen müssen, oder für dringende Waren. Obwohl sie bisweilen im Kampf genutzt wurden, mit Bogen- oder Armbrustschützen hinter einem einzelnen Morat, waren die Schützen nicht niedrig und langsam genug, um effektiv zu sein, bis der To'raken in Reichweite von Pfeilen und Armbrustbolzen vom Boden aus war. Ein verletzter To'raken fliegt nicht gut. Anders als der Raken weigern sie sich oft, weiter zu fliegen als bis zu einem sicheren Landeplatz. Natürlich bedeutet das, sicher aus Sicht des To'raken, nicht notwendigerweise auch für den Morat. Als Resultat daraus ist dieses extrem wertvolle Tier selten im Kampf in Gebrauch.

Ein Morat, der mit Raken umgehen kann, kann auch mit To'raken umgehen und umgekehrt, aber Morat'raken werden als ranghöher betrachtet als Morat'to'raken. Einen Morat'raken zu beauftragen, einen To'raken zu fliegen würde einen Gesichtsverlust für den Flieger mit sich bringen, eine Tatsache, die sogar das Blut anerkennt.

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