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Vorwort

Die Welt seit der Zerstörung

Im Land

"Der Aufstieg von Artur Falkenflügel" ist das elfte Kapitel von Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit.

© Robert Jordan, Übersetzung von Nessaia Quelle: http://wot.books.free.fr/world/

Der Zweite Drache und der Aufstieg von Artur FalkenflügelBearbeiten

Bis zum Freien Jahr 100 hatten sich vollkommen neue Nationen aus den Trümmern der Trolloc-Kriege erhoben. Es waren: Aldeshar, Abayan, Balasun, Basharande, Caembarin, Dal Calain, Darmovan, Dhowlan, Elan Dapor, Elsalam, Esandara, Farashelle, Fergansea, Hamarea, Ileande, Indrahar, Kharendor, Khodomar, Masenashar, Moreina, Nerevan, Oburun, Oman Dashar, Roemalle, Rhamdashar, Shandalle, Shiota, Talmour und Tova.

Seit dem Krieg hatte sich die Fäule über die Berge des Verderbens ausgebreitet, obwohl sie noch kleiner war, als heutzutage. Rhamdashars nördliche Grenze war noch in den Bergen, aber nicht so tief wie die seines Vorgängers. Elsalams nördliche Grenze war im Osten und Westen in den Bergen, mit einer geringen, südlichen Wölbung in der Mitte. Basharandes nördliche Grenze berührte die Berge an einigen Stellen, aber es gab einige südlich gerichtete Wölbungen von unterschiedlicher Größe. Zu dieser Zeit waren alle Grenzen, die die Berge nicht erreichten, immer noch in Sichtweite von ihnen.

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Ohne die Trolloc-Bedrohung wuchsen diese neuen Nationen. Für fast achthundert Jahre gibt es keine Aufzeichnungen über große Probleme, die über normalen politischen Zank und Grenzstreitigkeiten hinausgehen. All das änderte sich als, in den frühen 900er Freien Jahren, zwei Männer geboren wurden: einer ein Prinz aus Shandalle, der Ta'veren war, der andere geboren im Verborgenen, mit der Fähigkeit, die Macht zu lenken und Träumen von Größe.

Artur Paendrag Tanreall wurde FJ 912 geboren als Sohn von Myrdin Paendrag Maregore und Mailinde Paendrag Lyndhal, König und Königin von Shandalle. Im FJ 937, im Alter von fünfundzwanzig, heiratete er seine erste Frau, die Lady Amaline Tagora. Im Alter von siebenundzwanzig, nach einer Epedemie des Schwarzen Fiebers, die schätzungsweise einen von zehn in der Bevölkerung tötete, inklusive seiner Eltern, bestieg er den Thron.

Es ist unmöglich, die Geschichte von Artur Falkenflügel zu erzählen, ohne mit Guaire Amalasan zu beginnen. Anfang des FJ 939, während der Schnee immer noch fiel, nannte Amalasan sich selbst den Wiedergeborenen Drachen in Darmovan. Er erhob das Banner, das das uralte Symbol der Aes Sedai auf blauem Grund zeigte, und nannte diejenigen, die ihm folgten, die Kinder des Drachen.

Aus zuverlässigen Quellen weiß man, dass er ein gelehrter Mann war, mit einem erheblichen Wissen über die Prophezeiungen des Drachen, aber seltsamerweise für einen Mann, der die Welt bis in ihre Grundfesten erschütterte, ist beinahe nichts über ihn bekannt. Im FJ 939 war er jung, irgendwo in seinen Zwanzigern, mit dunklen, tiefliegenden Augen und einem hypnotisierenden Blick. Er hatte eine unwiderstehliche Präsenz, und es wird gesagt, dass er sich niemals an andere Menschen wandte, aber sie waren trotzdem in seine Hand. Und das ist alles, was über einen Mann bekannt ist, der die Säulen des Himmels erschütterte.

Innerhalb eines halben Jahres gehörte ihm Darmovan. Die Epidemie des Schwarzen Fiebers, die zu dieser Zeit Darmovan erreichte, trug sicherlich zu Amalsans Aufstieg bei, aber zweifellos war er nicht nur ein charismatischer Anführer, sondern auch einer der größten Feldherren seiner Zeit. Er nahm Balasun und Elan Dapor in weniger als einem Jahr nachdem erst sich zuerst selbst zum Herrscher von Darmovan ausgerufen hatte.

Während der nächsten drei Jahre gingen seine Eroberungen mit steigenden Raten weiter, als sich Zehntausende aus vielen Nationen seinem Banner anschlossen. Um FJ 943 hatte er Kharendor, Dhowlan, Farashelle, Shiota, Nerevan, Esandara, Fergansea und Moreina seinen Eroberungen hinzugefügt. Der Stein von Tear wurde belagert und widerstand nur, weil mindestens dreißig Aes Sedai dort Zuflucht gesucht hatten, als der Rest von Moreina fiel. Die Anwesenheit dieser Aes Sedai in Tear, das eine Geschichte des Misstrauens gegenüber Machtlenkern hat, die bis zu seiner Gründung nach der Zerstörung der Welt reicht, ist schon für sich äußerst interessant.

Talmour und Khodomar waren in Gefahr, Amalasan in die Hände zu fallen, und erbitterte Kämpfe hatten in Masenashar, Dal Calain und Aldeshar selbst begonnen. In vielen Städten, die nicht unter seiner Kontrolle waren, verkündeten randalierende Mobs, dass er der Wiedergeborene Drache war.

Keine Nation wollte die anderen mit ihren Problemen belästigen, und keine Nation war gewillt, ihre Soldaten zu opfern, um der anderen zu helfen, mit einem Falschen Drachen umzugehen, besonders wenn er zufällig noch weit weg war - aber die Schnelligkeit seiner Eroberungen überzeugte die Herrscher, dass er eine Gefahr war. Im Sommer von FJ 941 hatte jede Nation ihre Armeen gegen Amalasan entsendet.

Shandalle war ein kleines Land, und obwohl es erfolgreich jede Invasion durch seine Nachbarn bekämpft hatte, war es nicht auf dem gleichen Rang wie die mächtigsten Nationen Basharande, Elsalam, Rhamdashar, Hamarea, Caembrain und Aldeshar, geleitet von seinem jungen König Artur Paendrag, noch nicht Falkenflügel genannt, war eine der ersten Nationen, die ihre Armee sendete, im Frühling vom FJ 940.

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Die mächtigeren Herrscher und Generäle bemerkten bald (einige Quellen sagen, "widerwillig oder "mit Irritation"), dass Artur Paendrag Amalasan regelmäßig gleichkam, wenn sie sich direkt gegenüberstanden. Tatsächlich verlor Artur Paendrag nicht einen einzigen Kampf gegen Amalasen, er erreichte höchstens eine Pattsituation. Im FJ 942 wurde er Falkenflügel genannt. Sein persönliches Zeichen war der Goldene Falke, und das Banner von Shandalle zeigte drei goldene Falken im Flug, aber alle Quellen stimmen darin überein, dass der Name von der Schnelligkeit herrührte, mit der er seine Truppen bewegte. Noch war Shandalle eine geringe Macht, und zu keiner Zeit war er der Kommandant des ganzen Krieges.

Das ausschlaggebende Gefecht des Krieges, der inzwischen der Krieg des Zweiten Drachen genannt wurde, kam im Frühling von FJ 943 zwischen zwei Armeen zustande, die nichts von einander ahnten, bis sie sich so nahe waren, dass sie keine andere Wahl hatten, als zu kämpfen. Artur Falkenflügel bewegte sich südlich aus Tova, über die Maraside Berge (entlang der heutigen südlichen Grenze von Cairhien), um den Kämpfen in Khodomar beizutreten. Verschiedene Quellen unterscheiden sich nur leicht in den Details. Falkenflügel hatte ungefähr 23.000 Fußsoldaten und 12.000 Reiter, von denen einige vermutlich Soldaten aus Tar Valon waren, und eine unbestimmte Anzahl von Aes Sedai. Amalasan, mit ungefähr 41.000 Fußsoldaten und 26.000 Reitern, wollte gerade die Marasiden überqueren und nach Tova einmarschieren; er war bekannt dafür, zu überspringen, was andere für das offensichtliche Schlachtfeld hielten, um den Kampf hinter seinen Feinden zu eröffnen.

Falkenflügel verließ die Marasiden über den Jolvaine-Pass, nicht weit von der kleinen Stadt Endersole entfernt, um herauszufinden, dass seine vorausgeschickten Späher auf Amalasans trafen, die sich dem Pass von Süden näherten. Egal ob als der Kampf von Endersole oder der Kampf am Jolvaine-Pass, die nächsten zwei Tage würden begierig von Militärs über die nächsten tausend Jahre studiert werden.

Die Region war, damals wie heute, stark bewaldet, hügelig und zerklüftet, was die Nutzbarkeit von Kavallerie stark behinderte, und Amalasan ließ eine große Menge davon absteigen, um sie als Fußsoldaten zu nutzen. Der Tag verlief sehr zu Amalasans Gunsten. Beide Armeen erlitten schwere Verluste, aber Amalasan konnte sie besser verkraften. Zweimal bewahrte nur die schnelle Versetzung von Falkenflügels Truppen ihn davor, von der Seite eingekesselt zu werden. Die Aes Sedai, wie auch immer ihre Zahl war, waren kaum in der Lage, Amalasans Nutzung der Einen Macht im Kampf gleich zu kommen, und als die Nacht hereinbrach, war es ein Wunder, dass Falkenflügel seine Armee immer noch zusammenhielt. (Geschrieben von einem anonymen Zeitgenossen: "Es geschah nur durch die Gnade des Lichts - oder durch das vom Schatten gegebene Geschenk, dafür zu sorgen, dass Männer ihm sogar in den sicheren und gewisslichen Tod folgten.")

Für irgendeinen anderen General wäre der folgende Verlauf offensichtlich gewesen - Rückzug durch den Pass in die Dunkelheit mit den Verbliebenen seiner Armee. Falkenflügel allerdings war nicht irgendein anderer General. Er begann einen Rückzug nördlich auf den Pass zu; sobald er sicher war, dass Amalasans Späher das gesehen hatten, begannen Falkenflügels hintere Wachen ein wildes Gefecht, als ob sie die fliehende Armee beschützten wollten, wodurch die Truppen von Amalasans Spähern dezimiert wurden. Falkenflügel teilte seine Truppen entgegen der feststehenden militärischen Vorstellungen, und schickte sie nach Osten und Westen.

Amalasan hatte keine Zweifel, den Berichten seiner Späher bedingungslos zu glauben, und nur die fanatischsten unfreundlichen zeitgenössischen Kommentatoren verwenden das gegen ihn als militärischen Anführer. Schneller Rückzug durch den Pass war die beste Möglichkeit für eine zahlenmäßig unterlegene und besiegte Armee, und nur ein Wahnsinniger würde eine Flankenattacke über das schreckliche Gelände bei Nacht erwägen. Ein Wahnsinniger, oder ein General, dem seine Truppen ihm sogar bis in die Grube des Verderbens folgen würden.

Als das erste graue Licht der Morgendämmerung anbrach, bereitete sich Amalasans Armee darauf vor, auf den Pass vorzurücken, alle Aufmerksamkeit auf den Norden gerichtet. Da war es, dass Falkenflügel zuschlug. Seine geteilte Infanterie fiel von Osten und Westen in Amalasans Lager ein, während seine Kavallerie, die einen Nachtritt über fünfzig und mehr Meilen zurückgelegt hatte, von Süden angriff.

Durch den Überraschungseffekt waren Amalasans Truppen in der ersten halben Stunde einem Zusammenbruch sehr nahe. Amalasen hätte sie sammeln und den Kampf für sich entscheiden können - er hatte das schon viele Male vorher getan - aber Falkenflügel und seine Reiter ritten direkt auf Amalasans Banner zu, mit ihnen die Aes Sedai, und Amalasan wurde gefangen genommen. (Aufgrund seiner Fähigkeit, die Macht zu lenken, müssen Geschichten über ein Duell Mann gegen Mann ausgelöscht werden; Falkenflügel selbst stritt sie immer ab.) Als die Neuigkeiten sich verbreiteten, brach Amalasans Armee zusammen.

Militärische Doktrinen dieser Zeit befahlen die Verfolgung einer besiegten Arme, nicht nur um sie von der Rückkehr abzuhalten, sondern auch um sie so vollständig wie möglich zu zerstören. Wie schon so oft davor und danach ignorierte Falkenflügel das, "was getan werden muss"; so schnell er konnte zog er seine Streitmächte zusammen, eilte nördlich durch den Jolvaine-Pass und drängte hart nach Tar Valon.

Der erste aufgezeichnete Konflikt zwischen Falkenflügel und den Aes Sedai ereignete sich an der Grenze nach Tar Valon. Laut dem Gesetz der Weißen Burg durfte niemand das Land mit mehr als zwanzig bewaffneten Begleitern und einer gleichen Anzahl unbewaffneter betreten. Falkenflügel brachte seine gesamte Armee bis auf ein paar Meilen an die Brücken heran, die über den Osendrelle Erinin nach Tar Valon selbst führten. Ob er gegen den Widerstand der ihn begleitenden Aes Sedai tat, oder ob der Bestandteil seiner Armee, der zu Tar Valon gehörte, so gelitten hatte, dass diese Aes Sedai tatsächlich Falkenflügels Begleitung nach Tar Valon selbst benötigten, wird niemals bekannt werden. Es ist bekannt, dass die Aes Sedai, die mit ihm kamen, die Frauen, die den Kampf überlebt haben und Guaire Amalasan abschirmten, direkt von einem öffentlichen Heldenempfang zu Ausdrücken der Buße übergingen, was die Burg für ein paar Jahre geheim hielt.

Innerhalb eines Tages nach seiner Ankunft wurde eine kurze Nachricht von der Amyrlin, Bonwhin Meraighdin, an Falkenflügel gesandt: ihm wurden fünf Tage gegeben, um seine Armee ausruhen zu lassen, danach hatte er sie ohne Verzögerung aus Tar Valons Grenzen zu führen.

Neuigkeiten von Amalasans Gefangennahme hatten sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit herumgesprochen, aber wenn es den Zusammenbruch einer Armee verursacht hatte, die ohnehin schon am Zerbrechen war, war seine Wirkung überall sonst sehr unterschiedlich. Innerhalb von drei Tagen nach dem Kampf vom Jolvaine-Pass verließ Sawyn Maculhene Khodomar mit einer Armee aus 50.000 Mann, und Elinde Motheneos marschierte vom nördlichen Esandara mit einer noch größeren Streitmacht, beide mit der Absicht, Amalasan zu befreien. Maculhene war ein Kavallerie-Leiter, sowohl wagemutig als auch fähig, während Motheneos, von der in einigen Berichten gesagt wird, dass sie eine geflohene Aes Sedai war (solche Gerüchte häufen sich um die meisten wichtigen historischen Ereignisse, obwohl sie selten einen Hintergrund haben), war eine Expertin im Belagerungskrieg. Eine Quelle behauptet, dass sie vorgetäuschte Belagerungsmaschinen und Türme auf Wagen mitbrachte, aber die Details ihrer Verfolgung von Falkenflügel sind fast nicht existent, obwohl das Ende in der Bibliothek der Weißen Burg aufgezeichnet ist.

Amalasan wurde sofort nach seiner Ankunft in Tar Valon in die Weiße Burg gebracht, wo er über einen Zeitraum von mehreren Tagen befragt und zur Dämpfung verurteilt wurde. Währenddessen lagerte Falkenflügel mit einer Armee dort, wo keine Armee, die der Weißen Burg nicht verschworen war, jemals zuvor zugelassen worden war. Obwohl die Aes Sedai die Wahrheit zu verschleiern versuchen, ist es klar, dass der Angriff von Maculhene und Motheneos vollkommen überraschend kam, immerhin zwei der Alindrelle Erinin Brücken wurden erobert und sie erreichten die Weiße Burg selbst, bevor sie gestoppt werden konnten.

Einige nicht-Aes Sedai-Quellen sagen, dass es Falkenflügel erlaubt wurde, oder dass er vielleicht gefragt wurde, seine Armee nach Tar Valon hineinzubringen, um dabei zu helfen, den Angriff zurückzudrängen. Unter allen Quellen der Weißen Burg, die nicht-Aes Sedai-Historikern zugänglich sind (es gibt, natürlich, Gerüchte über ein Versteck in der Bibliothek der Weißen Burg, dessen Zugang sogar unter Aes Sedai verboten ist), erwähnt nicht eine die Anwesenheit von Artur Falkenflügel, oder sonst einer Armee, die nicht Tar Valon zugeschworen war, und in Sichtweite der Leuchtenden Mauern kampierte. Diese Tatsache ist für sich selbst am merkwürdigsten.

In jedem Fall wurde der Angriff zurückgeschlagen. Sowohl Sawyn Maculhene als auch Elinde Motheneos starben, Maculhene im Kampf, Motheneos entweder im Kampf oder exekutiert nach ihrer Gefangenschaft. Ihre Armeen wurden erbarmungslos verwüstet. Somit starben immerhin 40.000 von Amalasans Anhängern.

Im Frühsommer FJ 943 war Artur Falkenflügel in Shandalle zurück, was jetzt als das erste Jahr der Herrschaft von Artur dem Hochkönig bekannt ist. Seit diesem Jahr war seine Zukunft festgelegt. Vielleicht war sie das seit dem Tag, als er die Grenzen auf seinem Weg nach Tar Valon übertrat. Oder an dem ersten Tag vom Jolvaine-Pass.

Welchen Teil Bonwhin in den folgenden Ereignissen spielte, kann nur noch vermutet werden. (Was für nicht-Aes Sedai verfügbar ist betreffend ihrer späteren Absetzung und Dämpfung, offenbart wenig mehr als vage Anklagen über Dienstvergehen. Berichte über einen Amyrlin-Prozess vor der Halle der Burg sind scheinbar nicht für nicht-Aes Sedai-Augen bestimmt.) Trotz allem ist der Hinweis überzeugend, dass Bonwhin Falkenflügel niemals vergab, dass er Tar Valons Gebiet mit einer Armee betrat. Eine noch tiefere Feindschaft könnte durch die Möglichkeit erklärt werden, dass Falkenflügel tatsächlich der Weißen Burg gegen Maculhene und Motheneos zu Hilfe kam. Bonwhin war eine gebieterische Frau, sogar für eine Amyrlin, und es ist merkwürdig, dass sie entweder das Bedürfnis nach Rettung vergessen haben sollte oder demjenigen vergeben würde, der es angeboten hatte.

Im Sommer von FJ 943 sendeten Königin Nesaline von Caembarin, König Tefan von Khodomar und die Erste Rätin Almindhra von Tova gleichzeitig Armeen nach Shandalle. Dass sie übereinstimmend diesen Moment für solch einen Zug ausgesucht haben sollten, ohne die Aufforderung von Tar Valon, ist überraschend. Einige Quellen behaupten, dass sie Angst hatten vor Falkenflügels Ruf als General, und vor den Zielen eines Mannes, der nicht nur dem Gesetz von Tar Valon getrotzt hatte, innerhalb des Gebietes unter Tar Valons Herrschaft, sondern auch eine Audienz bei der Amyrlin verweigert hatte. Einige Quellen sagen, dass es Bonwhin war, die verweigerte, ihm eine Audienz zu gewähren; Amyrlins sind sicherlich dafür bekannt geworden, Könige abzulehnen, während das Gegenteil praktisch gänzlich unbekannt ist.

Die Welt war noch immer sehr unbesiedelt. Die Aktivität der Trollocs hatte einen kurzen, aber gewalttätigen Aufschwung im Norden. Als Amalasan einmal gedämpft war, begannen seine Anhänger auseinander zu brechen, aber in vielen der Länder, die er heimgesucht hatte, inklusive Khodomar, versuchen Männer und Frauen, die sich mit ihm erhoben hatten, die Macht zu behalten. Und unter den gewöhnlichen Leuten wurde Falkenflügel als der Erlöser begrüßt, der den Falschen Drachen gefangen hatte; in einigen Ländern sagten die Menschen mit einem unterschiedlichen Grad an Offenheit, dass sie wünschten, er würde ihre Nationen regieren. Was immer ihre Motivation war, dieser war schlussendlich einer der Gründe dafür, dass die Herrscher von Caembarin, Tova und Khodomar sich vollständig verrechnet hatten. Ein anderer war, dass Artur Falkenflügel sich selbst als einer der Großen Feldherren des Zeitalters gezeigt hatte. Er war dabei zu zeigen, dass er einer der größten Feldherren aller Zeiten war. Als ein Resultat daraus wird die Zeitspanne von FJ 943-FJ 963 entweder als Fusionskriege bezeichnet oder einfacher Die Fusion.

Obwohl Falkenflügel begonnen hatte, seine Armee aufzulösen, sobald er nach Hause zurückgekehrt war, kämpfte er mit dem, was er hatte, gegen die drei Allianzen, und versammelte mit überraschender Schnelligkeit die Männer, die heim gesandt worden waren. Nach einiger Zeit zwang der Schnee sie, die Kämpfe zu beenden, im FJ 943 hielt er beinahe die Hälfte von Tova und beachtliche Teile von Caembarin und Khodomar. Er war noch nicht einmal besiegt worden, obwohl er oft zahlenmäßig unterlegen war. Tausende Menschen in allen drei Ländern waren zu seinem Banner geströmt und jeden Tag kamen mehr. Guaire Amalasan hatte ein Exempel statuiert; tausende hatten die Länder ihrer Geburt verlassen, um einem Mann zu folgen, und es schien jetzt nicht mehr schwer vorstellbar zu sein.

Sogar an diesem Punkt hätte es enden können. Verhandlungen, von Tar Valon geleitet, waren normalerweise das Ende von Kriegen während dieser Ära, obwohl natürlich der Sieger im Kampf besser davonkam als der Verlierer. Es gibt nirgendwo Berichte über einen Versuch der Weißen Burg, zu verhandeln. Verfügbare Berichte aus der Burg schweigen über dieses Thema. Als die Schmelze im FJ 944 einsetzte, sandte Aldeshar Männer, um Caembarin zu helfen, Ileande sandte Männer für Tova und Talmour für Khodomar.

Die nächsten neunzehn Jahre waren keine ununterbrochene Kriegsführung für Falkenflügel, aber die Zeitspannen des Aufschubs waren so kurz, niemals mehr als ein Jahr und so selten, dass dass sie genauso gut weggelassen werden könnten. Nationen stellten sich gegen ihn und wurden besiegt. Um FJ 963 war Artur Falkenflügel, mit Ausnahme des Gebietes, das von Tar Valon regiert wurde, der unumstrittene Herr über jede Meile vom Rückgrat der Welt bis zum Aryth-Meer. Mit Ausnahme von Moreina, wo der Höchste Ratsherr des Steins von Tear sich für Falkenflügel aussprach und eine Rebellion von anders denkenden Adligen den Großteil des restlichen Landes gab, war alles Land durch Eroberung genommen worden. In all der Zeit hatte er nicht einen Kampf verloren.

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