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Artur Paendrag Tanreall (FJ 912-FJ 994), besser bekannt als Artur Falkenflügel, ist der König, der in vielen Legenden beschrieben wird, und der alle Länder westlich des Rückgrats der Welt zu einem einzelnen Imperium vereinigt hat. Nach der Vereinigung des Landes wurde er Hochkönig, sein anschließender Tod entfachte den Hundertjährigen Krieg. Sein Zeichen war ein goldener Falke im Flug.

BeschreibungBearbeiten

Er war groß mit einer gebotenen Nase und dunklen, tiefliegenden Augen.

Er war ein strenger Mann, aber niemals zum einfachen Volk. Seine Gerechtigkeit war überall bekannt und akzeptiert, doch sobald jemand seine Macht in Frage stellte, konnte er hart wie ein Fels sein.

BiographieBearbeiten

Geburt und frühe JahreBearbeiten

Artur Paendrag Tanreall wurde im FJ 912 in Shandalle geboren. Er war Sohn von König Myrdin Paendrag Maregore und Königin Mailinde Paendrag Lyndhal. Als junger Mann wurde er in der Kriegskunst unterrichtet und entwickelte sich zu einem Soldaten und General von einigem Ansehen in der Armee von Shandalle.

Shandalle benötigte als kleines Königreich, das von stärkeren, größeren Nachbarn bedroht wurde (besonders Caembarin im Westen und Tova im Osten), benötigte eine professionelle, gut trainierte Armee, um damit die Überzahl der Gegner auszugleichen. Shandalles Überleben kann auch an seiner Nähe zu Tar Valon gelegen haben, das nicht weit entfernt im Norden lag, und einen leichten Zugang zur Vermittlung durch Aes Sedai erlaubte.

Andere Details von Arturs Kindheit, Familie und frühem Leben sind verloren gegangen in der Zerstörung beinahe aller auf ihne bezogenen Dokumente im Hundertjährigen Krieg. Es ist bekannt, dass er Amaline Tagora im FJ 937 geheiratet hat, aber die Details ihres Heimatlandes und andere Informationen sind verloren gegangen.

Falkenflügels Eltern starben beide an der Epidemie des Schwarzen Fiebers im FJ 939, und er bestieg den Thron von Shandalle im gleichen Jahr.

Krieg des Zweiten DrachenBearbeiten

Als sich Guaire Amalasan im FJ 939 zum Wiedergeborenen Drachen erklärte und einen langsamen Vormarsch auf die Stadt Tear begann, organisierten die Aes Sedai mehrere Armeen, die gegen ihn gesandt werden sollten. Alle wurden besiegt, außer Tanreall, der es immer schaffte, zu entkommen oder Amalasan zugunfähig zu machen. Im FJ 942 wurde er Falkenflügel genannt, der Name reflektierte die Geschwindigkeit, mit der er und seine Armee sich bewegen konnten. Im Frühling des FJ 943 nahm er Amalasan bei der Schlacht am Jolvaine-Pass gefangen.

Kurz zuvor hatte ihm seine Frau Amaline die Kinder Modair und Amira geboren; einige Jahre später sollten zwei weitere Kinder folgen, von denen jedoch nicht einmal die Namen bekannt sind.

Falkenflügel zog mit seiner Armee nach Tar Valon, um Amalasan der Gerechtigkeit zu überführen. Indem er das tat, verletzte er das Gesetz, dass keine nicht von Tar Valon kontrollierte Armee ohne Erlaubnis auf das Gebiet von Tar Valon gebracht werden darf (die Geschichtsschreiber sind sich uneinig, ob die ihn begleitenden Aes Sedai ihm die Erlaubnis gaben oder nicht, aber es ist bekannt, dass sie nach ihrer Rückkehr in die Burg diszipliniert wurden und Buße tun mussten).

Der Amyrlin-Sitz Bonwhin Meraighdin gab Falkenflügel fünf Tage, um seine Armee ruhen zu lassen und dann zu gehen, aber die Stadt wurde durch Truppen angegriffen, die Amalasan ergeben waren und Tar Valon war gezwungen, Falkenflügels Hilfe anzunehmen. Obwohl Falkenflügel die angreifende Armee besiegte und in die Flucht schlug, scheint Bonwhin nicht dankbar gewesen zu sein, sondern eher wütend. Historische Berichte besagen, dass sie sich im schlechten trennten. Schon bald hatten Caembarin, Tova und Khodomar Attacken auf Shandalle ausgeführt, und behaupteten, dass Falkenflügel ein machthungriger Eroberer sei, der die Versuche untergraben würde, die Ordnung in Amalasans ehemaligen Gebieten wiederherzustellen. Historische Berichte lassen vermuten, dass Falkenflügel Bonwhin hinter diesen Attacken vermutete. Er besiegte die Angreifer und eroberte weiterhin Territorien, bis er die ganzen Westlande unter sich vereinte. Diese Phase zwischen FJ 943 bis FJ 963 wurde die Fusion genannt.

Während der Kriege, im Jahr FJ 954, kam es zur Versöhnung zwischen Falkenflügel und der Weißen Burg, vermutlich herbeigeführt durch Amaline, die den Aes Sedai immer freundlich gesinnt war. Falkenflügel akzeptierte die Aes Sedai-Beraterin Chowin Tsao und begann später, Aes Sedai auf wichtigen Posten seines Reiches einzusetzen.

Wenn Falkenflügel auch als gerechter Herrscher bekannt war, gab es eine Phase während der Fusion, die man nur mit Schrecken berichten kann. Im FJ 959 starb sein Sohn Modair in einer Schlacht, und nur zwei Jahre später wurden Amaline und die verbleibenden Kinder bei einem Giftanschlag ermordet. Die nachfolgende Zeit, die als die Schwarzen Jahre bekannt ist und bis zum FJ 965 andauerte, ließ Falkenflügel grausamer und härter strafen, als das zuvor der Fall gewesen war. Der Schmerz, den er durchlitt, ließen ihn das letzte verbliebene Land Aldeshar härter als notwendig bestrafen, als die Fusionskriege mit dessen Eroberung FJ 964 schließlich endeten, und führten sogar zur Hinrichtung von König Joal Ramedar, den Falkenflügel für die Ermordung seiner Familie verantwortlich machte.

Auch eine missglückte Invasion in die Aiel-Wüste im FJ 964 ist auf die Schwarzen Jahre zurückzuführen. Diese Phase endete erst, als Falkenflügel schließlich Tamika traf und heiratete. Sie milderte seinen Hass und seine Strenge und versöhnte ihn sogar mit Aldeshar. Gemeinsam hatten sie zwei Kinder, Luthair und Laiwynde.

HochkönigBearbeiten

Seanchanbanner

Nach der Fusion regierte Artur Falkenflügel die vereinigten Westlande dreiundzwanzig Jahre lang. Dabei helfen ihm nicht nur seine militärische Stärke sondern auch die Liebe des Volkes, dem er als Befreier entgegengetreten ist. Das Chaos und die Zerstörung, die Amalasans Armeen in den Ländern hinterlassen hatten, brachten die Menschen dazu, sich während der Fusion bereitwillig um sein Banner zu scharen und ihn zu unterstützen.

Nur neun Rebellionen sind bekannt, und diese erregten trotz der Größe von einigen kaum die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Jedes mal gingen die Rebellionen von verärgerten Adligen aus, die die Herrschaft über ihr Heimatland zurückerobern wollten und jedes mal gelang es Falkenflügel, sie nach kurzer Zeit zurückzuschlagen, wenn die Bevölkerung die Aufrührer nicht schon vor der Ankunft seiner Truppen gefangen gesetzt hatten.

Dies beschreibt auch gut die Stimmung in seinem Imperium. Noch gute eintausend Jahre später sprechen die Menschen von der Gerechtigkeit des Hochkönigs und man sagt "Ein Kind konnte ganz allein mit einem Beutel voll Gold vom Aryth-Meer zum Rückgrat der Welt reiten und musste dabei keinen Augenblick lang Angst haben." [1]

Im FJ 973 kommt Jalwin Moerad an seinen Hof und wird schnell zu Falkenflügels bevorzugtem Berater. Der Mann, der keine Vergangenheit zu haben scheint, überzeugt den Hochkönig schnell, alle Aes Sedai, die bis dahin die höchsten Posten des Imperiums verwaltet haben, aus seinen Diensten zu entlassen, inklusive seiner eigenen Beraterin Chowin Tsao. Als wäre das nicht genug, setzt Falkenflügel sogar einen Preis aus auf den Kopf jeder Aes Sedai, die nicht bereit ist, die Weiße Burg - und damit Bonwhins Anteil am Auslöser der Fusionskriege und dem Tod seiner ersten Frau und seiner Kinder - zu denunzieren. Im FJ 974 beginnt Falkenflügel sogar mit der Belagerung von Tar Valon, die zwanzig Jahre andauern und erst mit seinem Tod enden soll.

Fünfzehn Jahre nach der Fusion, in den FJ 986- FJ 987, kommen Unruhen an der Fäule auf und Trolloc-Horden stoßen nach Süden vor. Falkenflügels Gegenschlag ist so allumfassend, dass alle Aktivitäten entlang der Grenze zur Fäule für die nächsten fünfzig Jahre verringert werden. Dieser glorreiche Sieg, der auf dem Schlachtfeld von Talidar seinen Höhepunkt findet, lässt Falkenflügel dort eine Siegessäule errichten, in der er alle Namen der Gefallenen Soldaten eingravieren lässt. [2]

In diesem Jahr starb auch Tamika, doch die Gründe für ihren Tod sind unbekannt. Falkenflügel trauerte, doch es ist nichts bekannt das andeutet, dass er erneut in eine hasserfüllte Gefühlskälte verfiel wie während seiner Schwarzen Jahre.

Etwa zu dieser Zeit beschließt Falkenflügel auch, eine neue Hauptstadt in der Mitte seines Imperiums zu bauen und wählt dafür ein verlassenes Stedding auf der Caralain Steppe. Dies zeigt auch erneut seinen Hass gegen die Aes Sedai, denn dorthin würde niemals eine von ihnen freiwillig gehen und wenn doch, wäre sie genauso machtlos wie eine normale Frau. Die Menschen seines Reiches begannen zu sammeln, um ihm für diese Stadt ein Denkmal zu errichten, das nach fünf Jahren schließlich fertig wurde. Doch die Stadt selbst wurde niemals gebaut und die Statue nach Falkenflügels Tod zerstört. [1]

Die Ereignisse des Jahres FJ 992 lassen annehmen, dass der Eroberungsdrang den alternden Hochkönig noch einmal erfasst hat. Trotz einiger Vorbehalte lässt er zwei riesige Flotten konstruieren. Angeführt von seinem Sohn Luthair sticht die eine davon, mit 300.000 Soldaten und Siedlern besetzt, in See, um die Länder hinter dem Aryth-Meer zu erobern. Nur ein Jahr später macht sich die zweite Flotte unter dem Kommando einer seiner Töchter auf den Weg nach Shara.

Doch diesmal hat er keinen Erfolg. Die Flotte seiner Tochter landet an den Häfen von Shara und scheint anfangs erfolgreich zu sein, doch später berichten die Atha'an Miere von brennenden Schiffen und alle Spuren der erfolglosen Eroberer werden beseitigt; die Sharaner behaupten sogar, es hätte niemals einen Angriff gegeben. Der Kontakt zur Flotte von Luthair geht verloren und eintausend Jahre lang wird man annehmen, dass er das gleiche Schicksal erlitt wie seine Schwester.

TodBearbeiten

Vielleicht war es das vorgerückte Alter des Hochkönigs, vielleicht auch diese tragischen Ereignisse, die ihn schließlich im Fieber niederwarfen. Mit 82 Jahren erliegt er im FJ 992 einer plötzlichen Krankheit und verweigert jegliche Hilfe der Aes Sedai, die sein Leben hätten verlängern können. Dies zeigt, wie sehr der Hass gegen sie ihn immer noch beherrschte. [1]

Ohne bekannten Erben beginnt das Reich zu zerfallen und der Hundertjährige Krieg nimmt seinen Anfang. Das Volk und die Regierung von Mayene behaupten, dass sein Enkel Tyrn sur Paendrag Mashera überlebt hat, um der allererste Erste von Mayene zu werden, aber diese Behauptung wurde nicht außerhalb von Mayene akzeptiert.

VermächtnisBearbeiten

Falkenflugel2
Er wurde von den Gemeinen geliebt, er ernannte Menschen aufgrund ihrer Fähigkeiten, nicht wegen ihrer Blutlinie. Das Volk ließ eine Petition umgehen und baute eine gigantische Statue von ihm in einer von ihm geplanten Stadt nahe dem heutigen Caemlyn. Die Stadt gelangte nie über das Zeichenbrett hinaus. [1]

Artur heiratete Amaline im FJ 937 und hatte vier Kinder. Modair wurde im Kampf im FJ 959 getötet. Amaline und die anderen drei Kinder, inklusive von Modairs Zwillingsschwester Amira, wurden alle im FJ 961 vergiftet. Er glaubte, dass die Weiße Burg hinter den Vergiftungen stand, und entließ seine Beraterin Chowin Tsao. Er wurde auch hart und brutal. Tamika half Artur, über ihren Tod hinwegzukommen und hob einige seiner härteren Erlasse auf. Sie heiratete ihn im FJ 965 und hatte vier oder fünf Kinder inklusive Luthair und Laiwynde.

Handlung Bearbeiten

Bei ihrer Flucht vor den Augen des Dunklen Königs gelangen Perrin, Egwene und Elyas Machera in das verlassene Stedding, das einst der Sitz von Falkenflügels neuer Hauptstadt werden sollte. Dort berichtet ihnen Elyas einiges über den Hochkönig und wie es kam, dass eine riesige Statue zerbrochen in einer menschenleeren Einöde liegt. [1]

Ruf durch das Horn Bearbeiten

Artur wurde von Mat Cauthon gerufen, nachdem Mat das Horn von Valere geblasen hatte. Er wurde aus dem Grab gerufen, zusammen mit den anderen Helden des Horns, um die Invasion der Seanchaner aus Falme zu vertreiben.

ParallelenBearbeiten

Der Name Artur Paendrag ist eine Anspielung auf Arthur Pendragon, den legendären König des keltischen Britannien, den zahllose Mythen umranken. Der Mythos um die Rückkehr eines legendären Königs, der das Land einen und die glorreichen Zeiten zurückbringen wird, ist hier symbolisiert durch seinen Sohn Luthair, essen Eroberung von Seanchan später deren Pläne zur Rückeroberung der Westlande aufbringt.

Der Zusammenbruch von Falkenflügels Imperium hat einige Ähnlichkeit zum Schicksal des makedonischen Imperiums nach dem Tod von Alexander dem Großen, da keiner von Alexanders Generälen in der Lage war, das Imperium zusammenzuhalten. Der Tod von Amaline und Falkenflügels resultierende Depression und Tyrannei spiegeln ebenso Alexanders Reaktion nach dem Tod seines Begleiters Hephaistion wieder.

Siehe auchBearbeiten

  1. Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit, Kapitel 11 Der Aufstieg von Artur Falkenflügel
  2. Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit, kapitel 12 Die Herrschaft des Hochkönigs

Anmerkungen Bearbeiten

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